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Central Kalahari Game Reserve

Kalaharilöwen & Wüste

Wenn das Ende der Welt einen Namen hätte, dann wäre es das Central Kalahari Game Reserve. Hier lernen Sie die wirkliche Bedeutung der Wӧrter „abgeschieden“, „wild“ und „unendliche Weite“ kennen. Das Wildreservat ist eines der grӧßten der Welt und liegt zugleich inmitten des grӧßten Sandkastens der Welt: die Kalahari-Wüste. Unendliche Horizonte und gelbe Grasebenen erstrecken sich hier in die Ewigkeit. Unter dem Sternenhimmel einer kristallklaren Nacht bekommt man leicht das Gefühl, vӧllig allein im Universum zu sein, bis man vom Ruf eines großen Kalaharilöwen vom Gegenteil überzeugt wird.

Wenn Sie dieses Gebiet am Ende der Regenzeit (Januar – April) besuchen, verwandeln sich die offenen Ebenen vor dem Hintergrund eines blendend blauen Himmels in ein brillantes Grün. In der offenen Landschaft finden Sie riesige Herden von Springböcken und Oryxantilopen, die hier ihre Jungtiere zur Welt bringen. Dadurch sind ihnen Raubtiere wie Geparden und Löwen, in der Hoffnung auf einfache Beute, immer dicht auf den Fersen. Im Winter (Mai – Oktober) wirkt die Landschaft mit ihren Gelb- und Brauntӧnen wie ausgeblichen und die Antilopenherden teilen sich, auf der Suche nach Futter, in kleinere Gruppen auf.

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Central Kalahari Game Reserve & Umgebung

Während die Sonne langsam untergeht, verfärbt sich der Himmel zunächst in einem leichten Pink, das sich in ein dunkles Rot verwandelt hat, wenn die Sonne schließlich den Horizont erreicht. Hier können Sie diesen speziellen Moment, wenn die Sonne hinter der Erde verschwindet, fast überall mit ein oder zwei Akazienbäumen im Vordergrund beobachten. Die Grasebenen der Kalahari sind eine offene Bühne, auf der sich das angebotene Programm von Stunde zu Stunde und Monat zu Monat oft dramatisch ändert. Während die Ebenen am Morgen noch leer sein mögen, kӧnnen sie am Nachmittag von Raubvögeln beobachtet und am späten Abend von Löffelhunden und Schakalen nach Futter abgesucht werden. Mit ein wenig Glück stehen manchmal auch die Großkatzen der Kalahari auf dem Programm und man kann ihnen dabei zusehen, wie sie an Antilopen vorbeischlendern, die zu Stein erstarren, um nicht entdeckt zu werden.

Mit einer Größe von 52.000 km² ist das Central Kalahari Game Reserve das zweitgrößte Wildtierschutzgebiet der Welt und eines der einsamsten und unberührtesten Gebiete Afrikas. Nichts bereitet Sie auf die Grenzenlosigkeit des Reservats und seine wilde, mysteriöse Schönheit vor. Als Besucher bekommt man sofort das Gefühl von unendlicher Weite und fühlt sich als hätte man das gesamte Gebiet für sich alleine. Das Central Kalahari Game Reserve wurde ursprünglich 1961 gegründet und sollte als geschützter Lebensraum für die Bushmänner oder San, im Herzen der Kalahari dienen. Hier sollten die Angehörigen dieses faszinierenden Volkes die Möglichkeit erhalten ihre traditionelle Kultur des Jagens und Sammelns ohne Einflüsse von außen zu leben. Das Reservat wurde erst in den 1980er Jahren für den Tourismus geöffnet. Heute gibt es immer noch einige kleine Dörfer der San innerhalb der Reservatsgrenzen, die jedoch nicht besucht werden können.

Das Gebiet ist durch dichtes Buschland mit Akazien- und Kalahari Appleleafbäumen charakterisiert, welches von offenen Salzpfannen und Grasland unterbrochen und mit vereinzelten Sanddünen gesprenkelt ist. Aber am berühmtesten ist die Landschaft des Central Kalahari Game Reserves für seine uralten, fossilen Flussbetten, die sich heute als Täler durch den Busch ziehen. Das Deception Valley ist hier bei weitem das Bekannteste.

Generell ist die Kalahari kein Ort großer Tierherden, sondern bietet eher eine Vielfalt hoch spezialisierter Wüstenarten. Oryxantilopen und Springböcke machen den größten Teil der Wildtiere aus, jedoch sind auch kleinere Gruppen von Kuhantilopen, Elenantilopen, Streifengnus, Giraffen, Kudus und Strauße häufig anzutreffen. Die Auswahl an Raubtieren ist vielfältig und umfasst die berühmten Kalaharilöwen mit schwarzer Mähne, Leoparden, Geparden, afrikanische Wildhunde, braune Hyänen, Karakale, Afrikanische Wildkatzen, Schabrackenschakale, Löffelhunde und Kapfüchse. Während der extrem trockenen Wintermonate wird die Anpassungsfähigkeit, die den zahlreichen verschiedenen Tierarten der Wüste abverlangt wird, sehr deutlich. Einige kommen lange Zeiträume ohne Wasser aus, haben spezielle physische Anpassungen und/oder teilen ihre großen Herden oder Rudel in kleinere Gruppen auf, um sich auf der Suche nach Futter in die Weiten der Kalahari zu begeben.

Während der Trockenzeit (April – Oktober) scheint das hüfthohe, goldene Gras endlos und ist mit kleinen Bäumen und Büschen gesprenkelt. Weite und leere Pfannen erscheinen als riesige, flimmernde Flächen und manchmal lassen Fata Morganas die knochentrockene Oberfläche wie riesige Seen aussehen. Nachts dominiert der unglaublich schöne Sternenhimmel das Land und verzaubert seine Gäste. Wildtierbeobachtungen sind im Central Kalahari Game Reserve kurz vor den ersten Regengüssen und während der Regenzeit (November – März) am besten. Die trostlose Landschaft verwandelt sich auf einen Schlag in ein blühendes Paradies und Regenwasser sammelt sich auf den saisonalen Pfannen. Tausende von Antilopen stürzen sich auf die saftigen Weiden der Pfannen und werden dicht gefolgt von hungrigen Raubtieren, wie den für die Kalahari berühmten braunen Hyänen, die vor allem nach Einbruch der Dunkelheit, um die Campingplätze herum beobachtet werden können. Die Sonnenuntergänge während dieser Jahreszeit sind mit einem roten Feuerball, der hinter vereinzelten Akazienbäumen untergeht, ein absolutes Postkartenerlebnis. Die einzigartige Erfahrung, durch eine wirklich unberührte Wildnis von scheinbar unendlichen Dimensionen zu reisen, macht den Reiz der Kalahari aus!

Habitate
Die Kalahari zeichnet sich durch weite offene Flächen, endlose Horizonte und goldenes Grasland aus. Sie ist keinesfalls eine typische Wüste mit luftigen Sanddünen, sondern eher eine Buschlandschaft, die von offenen Pfannen mit hüfthohem Gras durchzogen ist. Im Winter dominieren die traditionellen Grau- und Gelbtӧne der Kalahari die Landschaft, wohingegen der Sommerregen zu einer Farbexplosion von wunderschӧnen wilden Blumen führt.

Saisonalität
Wenige Monaten nach dem Beginn des Sommerregens (etwa Dezember – März) verwandelt sich die Kalahari in ein blühendes Paradies, in dem es nur so wimmelt von Springböcken und Oryxantilopen, die meist von hungrigen Raubtieren verfolgt werden. Zu dieser Jahreszeit hat die Kalahari mit ihren wunderschönen Sonnenuntergängen und vielen neugeborenen Jungtieren am meisten zu bieten. Im Winter spalten sich die großen Herden auf, um in den Weiten der Wüste genügend Futter zu finden.

Sichtungen
Die Kalahari beheimatet zahlreiche einzigartige Wüstenarten, die jede mit ihren eigenen bemerkenswerten Anpassungen ausgestattet ist, um in der trockenen Landschaft zu überleben. Der Großteil der Savannentiere besteht aus Springböcken und Oryxantilopen, wobei auch kleinere Gruppen von Kuhantilopen, Elenantilopen, Gnus, Giraffen und Kudus gefunden werden können. Die Raubtiere der Kalahari umfassen Lӧwen, Leoparden, Geparde, Schabrackenhyänen, Karakale, Afrikanische Wildkatzen, Schabrackenschakale, Löffelhunde und Kapfüchse. Die Zentralkalahari bietet ihre besten Tierbeobachtungen in der zweiten Hälfte der Regenzeit (Januar – April), wenn viele Tiere ihre Jungtiere zur Welt bringen und es zu dramatischen Interaktionen zwischen Räubern und Beute kommt.

Regionen im Central Kalahari Game Reserve

Deception Valley (CKGR)
Das Deception Valley ist das Tal des Deception Flusses, welcher seit tausenden von Jahren ausgetrocknet ist. Während der Regenzeit ist das Gras im Tal grün und saftig und tausende von grasenden Tieren vergessen schnell wie trocken dieses Gebiet in der Trockenzeit ist. Man kann hier über das gesamte Jahr hinweg Wildtiere beobachten, sogar in der Trockenzeit, wenn es kein Oberflächenwasser gibt und Fata Morganas die knochentrockene Oberfläche der Pfanne oft wie einen riesigen See aussehen lassen. Dies muss manche frühen Entdecker in den Wahnsinn getrieben haben, wenn sie verzweifelt auf der Suche nach Wasser waren. Mit der Entwicklung des Tourismus im Central Kalahari Game Reserve ist das Deception Valley heutzutage zugänglich für Touristen. Die meisten Besucher campen auf einem der vielen Campingplätze, für etwas mehr Komfort gibt es allerdings mittlerweile auch zwei Lodges im Reservat: die Tau Pan Lodge und das Kalahari Plains Camp. Der nördliche Teil des Tales wird durch seine Nähe zum Matswere Gate (dem östlichen Parkeingang) und durch seine zahlreichen öffentlichen Campingplätze von Touristen am meisten frequentiert.

Passarge Valley (CKGR)
Das Passarge Valley ist ein wunderschönes, langgezogenes Tal mit vielen Pfannen und mehreren Campingplätzen nördlich des Deception Valleys und ist von Touristen weniger hoch frequentiert. Wenn man vom Osten her hineinfährt besteht die Landschaft zunächst aus einer dichten Mischung von kleinen Bäumen und Büschen, einer typischen Kalaharilandschaft. Nach etwa 13 km jedoch erreicht man das eigentliche Passarge Valley mit einer offeneren Landschaft, Grasland und vielen Wildtieren. Dieses Gebiet beheimatet dieselben Arten wie das Deception Valley, es ist allerdings sehr viel ruhiger als der berühmte große Bruder weiter südlich, und daher sehr zu empfehlen.

Piper’s Pan (CKGR)
Die Piper’s Pan liegt am südlichsten Punkt des Reservates, den die meisten Besucher jemals sehen werden. Der weite Weg ist es aber definitiv wert! Die Piper’s Pan ist nur einige wenige Kilometer breit aber sie ist ein umwerfender Fleck von perfekt flachem Gras. In der Regenzeit ist die Pfanne grün und voll mit Springböcken und Oryxantilopen. Aber schon im Mai ist sie normalerweise wunderschön golden und gibt den Anschein eines reifen Gerstenfelds.

Sunday Pan und Leopard Pan (CKGR)
Direkt nördlich von Deception Valley, auf dem Weg zum Passarge Valley, liegen zwei relative große und weniger hoch frequentierte Pfannen, die Sunday und die Leopard Pan. Wenn man das Reservat durch das Matswere Gate betritt und auf dem Weg zum Passarge Valley ist sind die Campingplätze bei den Pfannen sehr gut gelegen. Man findet hier viele Tiere und es sind gerne auch mal Löwen in der Gegend.

Tau Pan (CKGR)
Die Tau Pan ist ein wunderschönes offenes Gebiet mit Inseln von Akazienbäumen. Diese Akazieninseln sind ein großartiger Ort für eine Picknickpause oder einfach nur um die Aussicht zu genießen. Die Pfanne ist immer voll mit Tieren und es ist wirklich sehr empfehlenswert hier eine Pause einzulegen.

Tipp!
Das Central Kalahari Game Reserve ist ein sehr abgelegenes und isoliertes Wildtierreservat. Das meistgenutzte Eingangstor ist das im Osten gelegene Matswere Gate, von wo aus man auch die besten Straßen in das Reservat hinein findet. Wenn Sie selbst fahren, empfehlen wir Ihnen sehr eine gute Karte, ein GPS und ein Satellitentelefon mitzunehmen. Im Reservat gibt es nicht viel Verkehr und die Chance sich zu verirren oder eine Panne zu haben und nicht gefunden zu werden sind hoch. In manchen Gebieten führen die Straßen durch sehr tiefen Sand und Schlamm und wir empfehlen mit zwei oder mehr Fahrzeugen unterwegs zu sein, für den Fall, dass Sie eine Panne haben oder stecken bleiben. Wenn Sie in Sand oder Schlamm fahren, empfehlen wir Ihnen außerdem Ihren Reifendruck zu verringern, damit die Reifen mehr Griff bekommen. Außerdem sollten Sie immer einen Spaten mit sich führen für den Fall, dass Sie das Auto ausgraben müssen. Ein anderes, sehr nützliches Utensil ist ein breites und starkes Brett, welches ihren Wagenheber davon abhalten wird im Sand oder Schlamm zu versinken, wenn Sie einen Reifen wechseln müssen. Führen Sie immer mindestens zwei Ersatzräder, eine Luftpumpe und genügend Wasser und Treibstoff mit sich. Bitte beachten Sie, dass das Fahren in tiefem Sand oder Schlamm einen stark erhöhten Treibstoffverbrauch verursacht und dass es im Reservat kein Wasser oder Treibstoff gibt!

Hainaveld & Ghanzi Farmen

Die Hainaveld and Ghanzi Farmen bieten eine sehr sanfte Einführung in die rauhen Weiten des nebenan liegenden Central Kalahari Wildreservates. Sie sind auβerdem einer der besten Orte Botswanas, um einen Einblick in das Leben der San zu bekommen, die seit Zehntausenden von Jahren als Jäger und Sammler in der trockenen Wüste überleben. Die Hainaveld and Ghanzi Farmen sind private, eingezäunte Gebiete, auf welchen Wildtierarten wie Giraffen, Pfaue, Oryxantilopen und Springbӧcke gesehen werden kӧnnen, die sehr gut an das Leben in der Wüste angepasst sind. Der einfache Zugang, gepaart mit den in den Wintermonaten guten Chancen schwarzgemähnte Kalaharilöwen zu sehen, sind fast unschlagbare Gründe für eine Safari in diese Gebiete.

Im Gegensatz zu anderen Safaris in der Wüste Botswanas sind Sie hier nicht durch Nationalparkregeln eingeschränkt. Sie haben die Freiheit, nachtaktive Tiere bei einer Ausfahrt nach Sonnenuntergang zu suchen, in einem Ansitz die Umgebung aufzunehmen oder den Busch zu Fuß zu entdecken, was die Farmen einzigartig macht. Trotz der Zäune bewegen sich groβe Raubtiere wie Lӧwen, Leoparden und Geparde ganzjährig durch die Farmen hindurch und sind hier teilweise sogar ansässig. Während der Wintermonate bevorzugen die Großkatzen oft den einfachen Wasserzugang an den gepumpten Wasserlӧchern der Farmen gegenüber der Central Kalahari selbst.

Wenn Sie die typische Safariroutine hinter sich gelassen haben, kӧnnen Sie mit den San Buschmännern in die Wüste hinauswandern. Bewundern Sie wie diese traditionellen Jäger und Sammler vor Ihren Augen Nahrung, Wasser und Werkzeuge für das Überleben im Busch im Sand finden. Wenn Sie selbst fahren, bieten die Hainaveld and Ghanzi Farmen einen idealen Zwischenstopp, um die Wüste zu erleben, ohne den Risiken in den Weiten der Zentralkahalari ausgesetzt zu sein, wo Sie hunderte von Kilometern von der Zivilisation entfernt sind.

Hainaveld ist ein Wildtierfarmgebiet direkt nördlich des Central Kalahari Game Reserves. Es gibt hier einige Lodges und Campsites, die Pirschfahrten auf ihrem eigenen Gelände, Pferdesafaris und Wanderungen mit Buschmännern anbieten, auf denen die Gäste viel über die Kultur und das Leben in der Kalahari lernen. Die Lodges in diesem Gebiet waren sehr beliebt bevor im Game Reserve selbst zwei Lodges ihre Toren öffneten.

Ghanzi ist das Zentrum der botswanischen Rinderzucht und beheimatet über 200 Rinderfarmen. Die hier ansässigen Farmer produzieren 75 % des Rindfleisches, das die Botswana Meat Commission (BMC) vor allem nach Großbritannien und die Europäische Union exportiert. Der Rindfleischmarkt ist der drittgrößte Industriezweig des Landes. Einige Farmer haben Wildtierfarmen und –konzessionen, wo Touristen Wildtiere beobachten und Wanderungen mit den San unternehmen können, wobei diese gerne Einblicke in ihre uralte, sehr naturschonende Lebensweise in der Wüste geben. Manche Lodges bieten komfortable Unterkünfte in Rondavels oder Chalets während andere den Touristen die Möglichkeit geben den traditionellen Lebensstil der Jäger und Sammler der Kalahari zu erleben und in Grashütten zu schlafen, wobei diese mit ein paar modernen Annehmlichkeiten ausgestattet sind. Die Gemeinde Ghanzis ist ein Gemisch aus ethnischen Gruppen, wie den San und Bakgalagadi (den ursprünglichen Einwohnern), den Herero, den Batawana und den Afrikaanern (Buren), die sich in diesem Gebiet seit dem 19. Jahrhundert niedergelassen haben. Afrikaans ist die weitest verbreitete Sprache und man fühlt sich oft wie in einem winzigen südafrikanischen Dorf im Northern Cape. Der Kuru D’Kar Trust, welcher die Förderung der Kultur der San zum Ziel hat, sponsort und wirbt für Malereien von sehr talentierten San-Künstlern, von denen viele auch schon im Ausland ausgestellt haben. Das beherrschende Thema dieser sehr bunten und phantasievollen Ölgemälde ist die Natur und ihre Beziehung mit dem Menschen.

Weitere Informationen

Habitate
Dies ist nicht die Zentralkalahari. Sie finden hier sehr viel mehr Buschland und Akazienbäume, wodurch die weiten offenen Ebenen der Zentralkalahari nicht erlebt werden kӧnnen. Die Erfahrung, sich als letzter Mensch auf Erden zu fühlen, wird nur im Wildreservat selbst geboten.

Saisonalität
Im Gegensatz zum Central Kkalahari Game Reserve sind die Mӧglichkeiten der Wildtierbeobachtung in Hainaveld am Besten während der trockeneren Wintermonate (Mai – Oktober), wenn Groβkatzen wie Kalaharilӧwen, Leoparde und Geparde von den gepumpten Wasserlӧchern und einfacher Beute angezogen werden. Sobald die Regenzeit beginnt (irgendwann zwischen Oktober und November) ziehen die Katzen in das Wildreservat, wo Antilopen auf den offenen und mit frischem Gras überzogenen Ebenen ihre Jungtiere bekommen.

Sichtungen
Manche der Ghanzi Farmen bieten Ihnen die Chance, Nashörner zu sehen, wobei die schwarzgemähnten Kalaharilöwen die wirkliche Attraktion darstellen. Während sich die Groβkatzen zwischen dem Wildreservat und den Farmen hin und her bewegen, sind die meisten Huftiere auf ihre jeweiligen Farmen beschränkt, wodurch die Arten, welche man um eine jeweilige Lodge herum finden kann, von Farm zu Farm ein wenig variieren. Während eine Wildtierfarm nur eine handvoll Giraffen, dafür aber Hunderte von Springböcken haben kann, kann dies bei ihrem Nachbarn ganz anders aussehen. Generell gilt, dass man meist Oryxantilopen, Springböcke und Kudus findet, wobei es aber auch Impalas, Zebras, Giraffen und Strauβe im Angebot gibt. Auβerdem werden hier auch oft Zeichen von Honigdachsen, Schabrackenhyänen und Ginsterkatzen gefunden, die Tiere selbst werden aber eher selten gesichtet.

Khutse Game Reserve

Das 2.500 km² große Khutse Game Reserve wurde 1971 gegründet und ist das zweite Wildtierreservat Botswana’s, welches auf Stammesgebiet geschaffen wurde. Das Wort „Khutse“ bedeutet „Ort, an dem Du Dich niederknieen und trinken kannst“ und zeugt von dem lange ausgetrockneten Flusssystem, welches auch das Central Kalahari Game Reserve durchzieht. Mit seinen weitläufigen, mineralienreichen und grasbewachsenen Pfannen ist das Khutse Game Reserve ein wichtiger Lebensraum für Antilopen und andere Grasfresser (Springböcke, Oryxantilopen, Elenantilopen, Giraffen, Gnus, Kuhantilopen, Kudus, Steinböckchen, Ducker), die hier von Raubtieren wie Leoparden, Löwen, Wildhunden, Hyänen, Schabrackenschakalen und Geparden verfolgt werden. Das jedoch meistfotografierte Motiv des Reservates ist wohl ein Schild zwischen dem Molose Wasserloch und der Moreswe Pan, das auf den Wendekreis des Steinbocks hinweist.

Khutse ist ein nahezu unberührtes Wildschutzgebiet, in dem es einige ausgewiesene Campingplätze gibt, die jedoch – mit Ausnahme einiger “pit latrines” (eine Art Plumpsklo) – nicht über sanitäre Anlagen verfügen. Etwa 10 km außerhalb des Einganstors des Khutse Game Reserve liegt eine Lodge, die wir allerdings nicht empfehlen. Manchmal erhalten wir Anfragen für einen Trans-Kalahari-Trip, bei welchem man vom nördlich gelegenen Central Kalahari Game Reserve durch die Kalahari zum Khutse Game Reserve fährt. Vor einer solchen Tour raten wir allerdings aus den folgenden Gründen ab: Diese Trips müssen perfekt und höchst professionell organisiert sein und es ist extrem gefährlich diese alleine, ohne angemessene Ausrüstung und ohne das nötige Wissen über den Busch durchzuführen.

soziales Engagement

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