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Es ist immer wieder faszinierend, wenn dunkle Vogelschwärme im Frühjahr und Spätherbst den Himmel verdunkeln und sich zahlreiche Zugvögel auf den Weg in den Süden oder wieder zurück in die Heimat begeben. Mithilfe dieses Artikels soll etwas mehr Klarheit über dieses so atemberaubende und jährlich wiederkehrende Naturschauspiel geschaffen werden.

Was ist ein Zugvogel?

Ein Vogel wird als Zugvogel bezeichnet, wenn dieser zu unterschiedlichen Jahreszeiten an unterschiedlichen Orten verweilt. Sie unternehmen eine regelmäßige saisonale Wanderung und verlassen stets zur ungefähr gleichen Zeit ihre heimischen Brutgebiete, um in ihre südlich gelegenen Winterquartiere zu fliegen. Im darauffolgenden Frühjahr kehren sie zur etwa gleichen Zeit wieder zurück. Dabei verfolgen sie jedes Jahr zumeist dieselbe Route mit einer durchschnittlichen Reisegeschwindigkeit von 70 bis 100 km/h.

Pro Tag überwindet ein Zugvogel durchschnittlich 300 km. Im Schnitt dauert eine Reise von Deutschland ins etwa 10.000 – 20.000 km entfernte Gebiet des südlichen Afrikas etwa 40 bis 60 Tage. Jedes Jahr sind etwa 50 Milliarden Zugvögel zwischen ihren Sommer- und Winterdomizilen unterwegs. Allein zwischen Europa und Afrika sind es circa 5 Milliarden Exemplare.

Mit Zugvögeln werden zumeist riesige Schwärme assoziiert, die über einen hinweg ziehen. Zusammen fliegen sie Ende Sommer und spätestens Ende Herbst in Richtung Süden. Dabei fliegen beispielsweise Enten immer in einer geraden Linie. Kraniche und Gänse hingegen bilden die bekannte Keilform, die manch einer bereits am Himmel beobachtet hat. Dabei wechseln sich unterschiedliche Leitvögel an der Spitze der Formation ab. Stare sammeln sich und fliegen in großen Schwärmen zusammen in den Süden.

Allerdings gibt es auch Vogelarten, die sich, ganz anders als Kraniche, Gänse und Störche, auch allein auf den Weg machen:

„Der überwiegende Teil unserer Zugvögel fliegt alleine und macht sich unbemerkt auf und davon. Die Langstreckenzieher, die in Afrika überwintern, sind bereits Mitte Juli gen Süden gestartet – heimlich, still und leise. Der Laie bemerkt das kaum.“- Ornithologe Jost Einstein.

Typische Vertreter unserer heimischen Zugvögel, die sich allein auf den Weg machen sind Kuckuck, Mauersegler, Brachvogel, Kiebitz, Singdrossel, Sumpfrohrsänger, Feldlerche, Fitis, Nachtigall und Hausrotschwanz. Abhängig von den Fettreserven, von denen sie während der Reise zehren, und den Witterungsbedingungen, legen sie an unterschiedlichen Orten in unterschiedlichen Zeitabständen Pausen zum Fressen und Schlafen ein, um wichtige Energiereserven zu tanken.

Demnach ist es nur schwer vorherzusagen, wann genau eine Zugvogelart an einem bestimmten Ort zu sehen sein wird, nachdem sie aufgebrochen ist. Lediglich die Aufenthaltsdauer im Zielgebiet, der Start- und Endzeitpunkt sind konkret bis ungefähr bestimmbar, denn jede Vogelart und jede Teilpopulation verfolgt eine andere Flugstrategie.

Der Frühaufsteher unter den Zugvögeln ist der Mauersegler. Bereits Mitte Juli macht er sich still und heimlich auf den rund 12.000 km langen Weg ins südliche Afrika und kehrt im April wieder zurück in sein Brutgebiet nach Deutschland. Bei Kranichen handelt es sich um sogenannte Durchzügler, d.h. sie brüten nicht in Deutschland, legen aber auf dem Weg zwischen Winter (z.B. Skandinavien, Baltikum) – und Sommerdomizil (z.B. Frankreich, Spanien) in unserer Heimat ein paar Zwischenstopps ein.

Der Zilpzalp gehört wohl zu den Zugvogelarten die es bei uns am Längsten „aushält“. Von Anfang April bis Ende Oktober ist er bei uns zu sehen, bevor er sich Anfang November wieder auf die Reise nach Südwesteuropa macht. An besonders viel Fernweh leidet der Sumpfrohrsänger, welcher Mitte Mai zu uns nach Deutschland fliegt und bereits nach circa 60 Tagen wieder die Gebiete in Afrika, südlich des Äquators, aufsucht.

Der Weltenbummler unter den gefiederten Reisenden ist die Küstenseeschwalbe, welche oft an der Nordsee zu sehen ist. Sie folgt buchstäblich der Sonne und das von Pol zu Pol. Das ergibt eine Distanz von circa 40.000 Kilometern – natürlich mit einigen Pausen zwischendurch. Von Pausen hingegen hält die Puhlschnepfe nicht viel. Sie fliegt sagenhafte 11.500 Kilometer von Alaska nach Neuseeland und das rund 200 Stunden non-stop!

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Typische Vertreter der Kurzstreckenzieher

Abhängig von der Länge der Strecke, welche sie zurücklegen, werden Zugvögel in Kurz-, Mittel- und Langstreckenzieher unterteilt. Bei Kurzstreckenziehern handelt es sich um Zugvögel, die selten weiter als 2.000 Kilometer fliegen. Mitteleuropäische Kurzstreckenflieger zum Beispiel verlassen ihre Brutgebiete und fliegen in die wärmeren Gebiete in Südeuropa und Nordafrika.

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heimische Zugvögel- das Rotkehlchen
  • Feldlerche
  • Hausrotschwanz
  • Rotkehlchen
  • Star
  • Singdrossel
  • Mönchsgrasmücke

Typsiche Verteter der Mittelstreckenzieher

Mitteleuropäische Mittelstreckenzieher überwintern zumeist in Zentralafrika. Mittelstreckenzieher aus Skandinavien oder Sibirien verweilen in mitteleuropäischen Gebieten. Ein Großteil der arktischen Wasservögel überwintert an der Nordseeküste und zählt somit ebenfalls zu den Mittelstreckenziehern. Allgemein überwinden sie eine Distanz zwischen etwa 2.000 und 4.000 km.

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heimische Zugvögel- der Kranich
  • Kranich
  • Buchfink
  • Kiebitz
  • Kormoran
  • Feldlerche
  • Großer Brachvogel
  • Graugans

Typische Vertreter der Langstreckenzieher

Langstreckenzieher hingegen, zu welchen etwa 80 Vogelarten zählen, verschlägt es bis nach Südafrika. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass es sich um Langstreckenzieher handelt, wenn die Distanz zwischen Brutgebiet und Winterquartier über 4.000 km aufweist.

Wichtig zu erwähnen ist in diesem Kontext, dass eine Vogelart auch unterschiedliche Teilpopulationen aufweisen kann und diese von Jahr zu Jahr unterschiedlich lange Wege zurücklegen. Die Feldlerche beispielsweise, überwintert zumeist in Mitteleuropa, zieht manchmal sogar bis nach Afrika, bleibt aber auch das ein oder andere Mal sogar in der Heimat während der kalten Jahreszeit. Das heißt manche Arten sind in der Lage, Mehrfachstrategien anzuwenden.

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heimische Zugvögel- der Kuckuck
  • Feldlerche
  • Mauersegler
  • Weißstorch
  • Küstenseeschwalbe
  • Gartenrotschwanz
  • Rauchschwalbe
  • Mehlschwalbe
  • Fitis und Zilpzalp
  • Nachtigall
  • Kuckuck

Im Gegensatz zu den Zugvögeln, gibt es den sogenannten Standvogel, auch als Jahresvogel bekannt. Dieser macht sich nicht auf die Reise in den Süden, sondern überwintert in den heimischen Brutgebieten. Sie bleiben, da sie zu den Körner- und Fleischfressern gehören und in der kalten Jahreszeit nicht, wie die Zugvögel, auf Insekten angewiesen sind. Der Bekannteste unter den Standvögeln ist wohl der Spatz. Auch Elster, Habichte und Waldkauz zählen zu den heimischen Piepmätzen, die uns im Winter „treu bleiben“. Weitere bekannte Standvögel sind Blaumeise, Kohlmeise, Zaunkönig, Amsel, Waldohreule, Grünfink, Rotkehlchen, Mäusebussard, Uhu und Specht.

Von Teilziehern ist die Rede, wenn ein Teil der Population im Winter am Vogelzug teilnimmt, ein anderer Teil in der Heimat bleibt. Rotkehlchen und Buchfinken zählen zu diesen „Spontanentscheidern“. Fälschlicherweise wird oft angenommen, dass die Population der Rotkehlchen schwindend gering sei, allerdings liegt das nur daran, dass im Winter eben nicht alle Artgenossen bleiben.

Wer bleibt und wer nicht, entscheidet jedes Rotkehlchen für sich, ganz abhängig von der Wetterlage und dem Nahrungsangebot. Sie verfolgen sozusagen eine „Mehrfachstrategie“. Daher können Rotkehlchen sowohl den Standvögeln als auch den Zugvögeln, sprich Kurzstrecken-Teilziehern, zugeordnet werden.

Bei den Buchfinken sieht das ein wenig anders aus. Interessanterweise bleiben die männlichen Buchfinken in den Brutgebieten, wohingegen die Weibchen immer in den Süden ziehen. Zu den Teilziehern gehören ebenfalls Mönchsgrasmücke, Star, Stieglitz und Zilpzalp.

Sogenannte Strichvögel gehören auch zur Art der Zugvögel. Diese verlassen im Winter ihre Brutgebiete, ziehen aber nicht in den Süden, sondern machen sich lediglich auf die Reise auf denselben Breitengraden in wärmere Gebiete. Zu dieser Art von Zugvogel zählt beispielsweise die Goldammer.

Welche Gründe gibt es für die Reise?

Die Gründe des Vogelzugs sind sowohl genetischer, physiologischer als auch ökologischer Natur. Viele glauben, dass die Kälte die Zugvögel zwangsläufig in wärmere Gebiete wie das südliche Afrika zieht. Jedoch stimmt das nur bedingt. Aufgrund der Kälte entsteht Nahrungsmangel und eben wegen diesem Nahrungsmangel ziehen die Insektenfresser unter den Vögeln jedes Jahr in Richtung Süden und das immer zur gleichen Zeit.

Anders als Samen- und Fleischfresser (Standvögel), würden Zugvögel schlichtweg verhungern, wenn sie den Vogelzug nicht antreten würden. Nicht nur das wärmere Klima führt zu einem besseren Nahrungsangebot, auch die längere Taghelligkeit in den südlichen Gebieten steigert die Möglichkeit mehr Nahrung aufzunehmen. So ist es ihnen möglich, überlebensnotwendige Fettreserven nach dem kräftezehrenden Hinweg erneut anzulegen, bevor sie wieder die Heimreise starten.

Die sogenannte „Zugunruhe“ ist angeboren. Zugvögel merken instinktiv, wann es soweit ist die Flügel zu spannen und loszufliegen. Als Zugunruhe bezeichnen Ornithologen die „erhöhte motorische Aktivität von Zugvögeln in den Tagen unmittelbar vor Beginn des Vogelzugs“. Sowohl die Flugdauer als auch die Flugrichtung sind bei jedem Zugvogel genetisch „eingespeichert“. Dies wurde u.a. von Peter Berthold mithilfe von umfangreichen Experimenten bewiesen.

Vogelarten, dessen Teilpopulationen zum einen von Norden aus in südöstliche Richtung fliegen und zum anderen die südwestliche Strecke bevorzugen, tun dies nur, weil ihnen diese Flugrichtung angeboren ist. Wenn nun Individuen beider Teilpopulationen verpaart werden, werden die Nachkommen einen „mittleren Weg“ verfolgen. Auch zeigten Experimente, dass selbst Vögel in Gefangenschaft, die nie Zugang zu freilebenden Artgenossen hatten, typische Anzeichen von Zugunruhe im Herbst und Frühjahr zeigten.

Der Zeitraum wann die Zugvögel sich in den Süden begeben, wie lange sie dafür brauchen und wie lang sie im Winterquartier verweilen, hängt ganz von der Vogelart und der Population ab. Eine Grasmückenfliege beispielsweise fliegt auf ihrem Weg von Kanada nach Südamerika von 2.5000 km nonstop. Auf ihrem Rückweg im Frühjahr hingegen legt sie manchmal auch eine Pause in Florida ein.

Wie gelingt den Zugvögeln die kilometerlange Reise ans andere Ende der Welt?

Wer sich schon einmal Gedanken über Zugvögel gemacht hat, kommt um eine Frage nicht hinweg: Wie machen diese kleinen zerbrechlichen Tiere das eigentlich?

Zugvögel orientieren sich zum einen am Sonnenstand und Sternenhimmel, sprich die astronomische Navigation, und zum anderen weisen ihnen markante Landschaftsmerkmale wie Flüsse oder Gebirge den richtigen Weg. Und falls das Wetter trüb und regnerisch sein sollte, hilft ihnen ein eingebauter Magnetkompass, der sie jederzeit intuitiv den richtigen Weg einschlagen lässt. Mithilfe dieser Orientierungshilfen fliegen sie jedes Jahr auf derselben Route zum selben Ort.

Der „innere Kompass“ besteht aus Magnetfeld-Rezeptoren. Mithilfe dieser Rezeptoren können Vögel den Neigungswinkel des Erdmagnetfeldes wahrnehmen. Zugvögel sind in der Lage die Magnetfeldlinien der Erde zu erkennen, d.h. sie wissen, ob sie „polwärts“ oder „äquatorwärts“ fliegen. Die Rezeptoren befinden sich bei Jungvögeln in beiden Augen.

Nach und nach verlagert sich der Kompass ausschließlich auf das rechte Auge. Ein Grund für die Verlagerung der Orientierungsfunktion auf das rechte Auge, ist die Entlastung einer Gehirnhälfte, um andere Sinneseindrücke schneller verarbeiten zu können. Dies sei laut Wissenschaftler ein typisches Phänomen der Evolution. Wird das rechte Auge abgedeckt oder verletzt sich das Tier am Auge, verliert es die Fähigkeit zur Orientierung. Bei Tauben wurde entdeckt, dass sich ein zweiter Sensor in der Haut des Schnabels befindet. Wissenschaftler vermuten, dass dieser die Stärke des Magnetfeldes misst. Dies erklärt auch den hervorragenden Orientierungssinn von Brieftauben.

Ganz anders als der eingebaute Magnetkompass, muss die astronomische Navigation erlernt werden. Zugvögel, die in Gefangenschaft aufgezogen wurden und nie den Sternenhimmel oder die Sonne zu Gesicht bekommen haben, können sich nicht daran orientieren. Interessanterweise orientieren sich Zugvögel aber nicht nur am Sonnenauf- und untergang, sie weisen ebenfalls die Fähigkeit auf, UV-Licht wahrzunehmen, d.h. selbst bei trübem Wetter können sie sich an der Sonne orientieren.

Um nicht während der Wanderung zu verhungern, legen sich Zugvögel bis zu Beginn des Vogelzugs Fettreserven an. Selbst das Eiweiß der inneren Organe wird genutzt. Durch die Verbrennung des Eiweißes wird Wasser gebildet, welches dazu führt, dass die Notwendigkeit der Trinkwasseraufnahme reduziert wird. Abhängig von der angelegten Fettreserve, welche von Tier zu Tier variiert, werden längere oder kürzere Pausen während des Vogelzugs eingelegt. Je mehr Fettreserven, desto kürzer sind die Pausen. Ebenfalls zeigt sich eine stärkere Zugunruhe bei Vögeln, die sich reichlich Fett angefressen haben.

Interessanterweise reisen einige Vogelarten vor allem bei Nacht. Beobachtungen der Schweizerischen Vogelwarte Sempach lassen vermuten, dass für besonders leichte Vogelarten wie Fitis und Gartengrasmücke die Flüge bei Nacht kräfteschonender sind, da sie sich während den heißesten Stunden am Tag am Boden ausruhen können und so turbulente Luftmassen vermeiden. Größere und vor allem schwere Vögel hingegen bevorzugen die Flüge am Tag. Aufgeheizte Windböen verleihen ihnen Aufschwung und geben Ihnen die Möglichkeit über weite Strecken zu segeln. Diese Art zu Fliegen praktizieren die sogenannten Thermiksegler.

Unter Thermik wird eine Form des Aufwindes verstanden, welche durch Sonneneinstrahlung auf der Erdoberfläche entsteht. Die daraus resultierende warme Luft in Bodennähe führt zu Aufwinden, welche größeren Zugvögeln wie Störche oder Gänse mit ihrer größeren Flügelspannweite hilft über weite Strecken zu Segeln. So werden überlebensnotwendige Energiereserven eingespart.

Welche Gefahren lauern auf der Reise?

Jedes Jahr überwinden Zugvögel eine durchschnittliche Höhe von bis zu 1.000 m. In Europa wurden bereits Schwäne beobachtet, die auf einer Höhe von 5.000 bis 8.000 m flogen. Selbst der Himalaya, mit einer Höhe von bis zu 10.000 m, wird von einigen Zugvögeln überquert. Es lässt sich nur erahnen, wie strapaziös solch eine Reise sein muss. Doch nicht nur die Höhe macht den Vögeln zu schaffen, sondern auch die ein oder andere Gefahr lauert während der langen Reise auf sie.

Trotz der zahlreichen Orientierungshilfen kann es immer wieder dazu führen, dass Zugvögel aufgrund von schlechten Witterungsbedingungen wie starken Stürmen das Ziel nicht erreichen. Manchmal kommt es dazu, dass Vögel regelrecht über das „Ziel hinausschießen“. Das heißt, sie fliegen weiter, als ihnen ihr angeborenes Navigationssystem vorhersagt. Wenn Zugvögel von ihrem Ziel oder Zugweg abkommen, wird von sogenannten „Irrgästen“ gesprochen. Nicht nur witterungsbedingte Gründe sind hier zu nennen, auch genetische „Fehlprogrammierungen“. Irrgäste können eine Zeit lang in den unvorhergesehenen Gebieten überleben, sind allerdings nur selten in der Lage wieder in ihre Heimat zurückzukehren und verenden noch vor oder während der Heimkehr.

Wie bereits erwähnt, orientieren sich Zugvögel auch an geografischen Besonderheiten, allerdings nicht nur an natürlichen Gegebenheiten wie Flüsse oder Gebirgszüge, sondern auch an beispielsweise Autobahnverläufe oder die Umrisse einer beleuchteten Stadt bei Nacht. Luftverschmutzung und Lasershows können Zugvögel, die bei Nacht fliegen, stark in ihrer Orientierung einschränken.Vor allem unerfahrene und kranke Tiere überleben die weite Reise, welche mit heftigen Stürmen und starken Höhenunterschieden gekennzeichnet ist, nicht.

Auch wird immer wieder auf sie Jagd gemacht. Insbesondere an der Mittelmeerküste Ägyptens ist der Vogelfang mit illegalen Fangnetzen populär. Die 700 Kilometer lange Küste ist mit solchen Fallen ausgestattet. Die Zugvögel haben keine Chance. Nach einem kräftezehrenden Weg über das Mittelmeer haben sie kaum noch Kraft sich aus den Netzen zu befreien. Millionen Zugvögel sterben jährlich in den Netzen und werden auf dem Markt als Delikatesse angeboten. In Deutschland ist die Jagd weitestgehend verboten.

Ungesicherte Strommasten weisen ebenfalls ein erhöhtes Gefahrenpotenzial auf. 2002 wurde ein Gesetz eingeführt, welches festlag, dass alle Mittelspannungsmasten bis spätestens 2012 entschärft werden müssen. Jedoch wurde dies nicht zu 100% umgesetzt. Immer wieder verenden Zugvögel in solchen Masten.

Ebenfalls gibt es natürliche Fressfeinde auf dem Weg der Zugvögel, die ihnen zum Verhängnis werden können. Doch vor allem Zugvögel, die zusammen fliegen, wie Störche, Gänse und Schwalben haben einen Vorteil: Die Schwarmbildung. Sie dient nicht nur der gemeinschaftlichen Nahrungssuche, sondern insbesondere dem Schutz. Schwarmvögel schützen sich vor Angreifern wie Wanderfalken oder Habichten indem sie schnell innerhalb des Schwarmes reagieren. Innerhalb von 15 Millisekunden reagiert ein Schwarmvogel auf die Flugbewegung seines Schwarmmitglieds. Es gibt dabei keinen Anführer. Jedes Schwarmmitglied hat das Recht ein Flugmanöver einzuleiten und die anderen folgenden dieser Bewegung umgehend.

Warum kehren Zugvögel wieder zurück in die Heimat?

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Heimische Zugvögel- der Star

Wenn es im Süden doch so schön ist, es reichlich Nahrung gibt und so viele Gefahren auf einer Reise lauern, warum bleiben die Zugvögel nicht einfach im Süden?

Der Vogelexperte Julian Heiermann vom Naturschutzbund Deutschland beantwortet diese oft gestellte Frage wie folgt:

 „Manch einer denkt, an einem warmen Urlaubsstrand, hier könnte man doch für immer bleiben. Aber der Broterwerb und die gemütliche Wohnung treiben uns dann schließlich doch wieder ins Heimatland“. – Julian Heiermann

Die Winterquartiere bieten zwar sehr viel mehr Nahrung als die heimischen Brutgebiete in den kalten Jahreszeiten, allerdings sind die Lebensbedingungen auch nicht wirklich optimal. Die Zugvögel, die jedes Jahr eintreffen, stehen in Konkurrenz mit den dort ansässigen Vögeln, wenn es um Nahrung und Lebensraum geht.

Der Sommer in Europa hingegen bietet nahezu paradiesische Bedingungen: Es gibt Nistplätze und Nahrung im Überfluss, also optimale Bedingungen für die Aufzucht der Jungen, während in den meisten Winterquartieren unerträgliche Hitze und Trockenheit herrschen. Das Pendlerdasein der Zugvögel ist demzufolge als eine Art „Notlösung“ anzusehen und unter dem Motto „Daheim ist´s doch am Schönsten“ kehren die Zugvogel jedes Jahr immer wieder gerne nach Hause zurück.

Die Teilzieher sind hier das beste Beispiel: Wenn es nicht unbedingt sein muss, begeben sie sich auch nicht auf die Reise. Daher werden, aufgrund der Erderwärmung und der daraus resultierenden milden Winter in Europa immer mehr Zugvögel zu Teilziehern. Mittlerweile gehört der Großteil der mitteleuropäischen Vögel, in Deutschland etwa 80%, zu dieser Zugvogelart.

Die schweizerische Vogelwarte Sempach gibt hierzu einen sehr interessante Information:

„Wenn ein strenger Winter vielen der im Brutgebiet verbleibenden Individuen das Leben kostet, sind die ziehenden Artgenossen im Vorteil. Wenn der Winter mild ist, überleben die Standvögel besser und haben bei Ankunft der Zugvögel die besten Territorien schon besetzt; in diesem Fall sind die Standvögel im Vorteil. Mit dem Teilzugverhalten reagieren die Vögel somit nicht nur auf die jahreszeitlich wechselnden Lebensbedingungen, wie die typischen Zugvögel, sondern auch auf die von Jahr zu Jahr unterschiedlichen Überwinterungsbedingungen.“

Welche heimischen Zugvögel zieht es ins südliche Afrika?

Die Überwinterungsgebiete ändern sich aufgrund der intensivierten Landwirtschaft, dem geringeren Jagddruck sowie dem Klimawandel.  Vor einigen Jahrzehnten überwinterten Graugänse beispielsweise überwiegend in Andalusien, Tunesien und Westalgerien. Einige Populationen haben sich bereits zu Standvögel entwickelt1. Ein Zugbeginn setzt Rücken- beziehungsweise Seitenwinde, die vorliegende Nahrungssituation und Temperaturänderungen voraus.

Kraniche absolvieren ihren Zug zumeist in Etappen und passen sich den Witterungsbedingungen an. Dabei werden unterschiedlich lange Zwischenaufenthalte eingelegt.

Damit ihr den Vogelflug von Europa nach Afrika besser nachvollzieht, haben wir diesen in einer Grafik verdeutlicht23456789.

Zugvogelkarte: Gartengrasmücke, Graugans, Kranich, Kuckuck, Mauersegler, Neuntöter, Pirol, Rauschschwalbe, Star, Weißstroch, Nachtigall

Rauchschwalbe - Hirundo rustica

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heimische Zugvögel- die Rauchschwalbe
  • Familie: Schwalben
  • Größe: 17 – 20cm
  • Gewicht: 16 – 25g
  • Nahrung: Fliegen, Käfer, Mücken
  • Paarungszeit: März bis April
  • Brutzeit: April bis Mai
  • Brutdauer: etwa 14 bis 18 Tage
  • Gelegegröße: 2 bis 7 Eier
  • Alter: 3 bis 8 Jahre

Mit ihrer langen Schwanzspitze, den rötlichen Wangen und dem glänzendem Gefieder gehört die Rauchschwalbe wohl zu einer der schönsten Vögel in Deutschland. Sie ist mit ihren bis 80km/h schnellen Manövern eine hervorragende Jägerin und kann blitzschnell Richtungswechsel umsetzen. Ende September, Anfang Oktober macht sie sich die europäische Rauchschwalbe auf den Weg in ihr bevorzugtes Winterdomizil: Südafrika. Auf ihrer Reise vermeidet sie das offene Meer mit den oft starken Stürmen und bevorzugt längere Umwege über das Land. Sie fliegt im Schwarm auf ihrer rund 12.000 km langen Reise. Oft kommt es zu größeren Ansammlungen bei dem ein oder anderen Zwischenstopp. Ab Mitte April können wir die Rauchschwalben auch wieder in Deutschland begrüßen.

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Mehlschwalbe - Delichon urbicum

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  • Familie: Schwalben
  • Größe: 12 cm
  • Gewicht: 20 g
  • Flügelspannweite: 28 cm
  • Fortpflanzung/Paarungszeit: April bis August
  • Brutzeit: Mai bis September
  • Bruten: 1-2 Jahresbruten
  • Gelegegröße: 2-5
  • Nahrung: Insekten
  • Alter: etwa 8 Jahre

Die Mehlschwalbe, nicht zu verwechseln mit der Rauchschwalbe, ist sehr viel kleiner und gedrungener. Alles an ihr, die Flügel, die Beine, der Schnabel und der Schwanz, sind etwas kürzer als bei ihrer Verwandten. Das Besondere an ihr, ist ihr „Singsang“ während dem Flug. Experten sprechen hierbei von sogenannten sier-Lauten. Ihre Reise in den Süden vollzieht sie in mehreren Etappen und im Schwarm. Während der heißesten Stunden ruht sie sich am Boden von der anstrengenden Reise aus. Bis spätestens Ende Oktober sind in Deutschland keine Mehlschwalben mehr anzutreffen. Mehlschwalben, die weiter östlich leben ziehen bevorzugt nach Indien. Mehlschwalben aus Deutschland überwintern hingegen bevorzugt im südlichen Afrika – von der Sahara bis hin zur Kapprovinz. Anfang April erreichen die zierlichen Vögel wieder Deutschland.

Nachtigall - Luscinia megarhynchos

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Mitte August, wenn es Nacht wird, verschlägt es den Singstar unter den Vögeln in den Süden. Ihr bevorzugtes Überwinterungsgebiet erstreckt sich weitläufig über unterschiedliche Gebiete: Vom Senegal und Guinea bis zu Somalia, Kenia, Tansania und Mosambik. Sie nimmt jede Herausforderung an. Selbst die höchsten Berge der Alpen, das stürmische Mittelmeer oder die wasserarme Sahara stellt für die Nachtigall kein Hindernis dar. Ab Anfang September erreicht sie die Savannen der Sahara. Anfang März tritt sie ihren Rückzug an und ist ab Anfang April in Deutschland wieder zu sehen.

  • Familie: Drosseln (Turdidae)
  • Größe: 17 cm
  • Gewicht: 26 g
  • Flügelspannweite: 26 cm
  • Geschlechtsreife: 1 Jahr
  • Population in Deutschland: 95.000 Nachtigallenpaare
  • Fortpflanzung/Paarungszeit: April bis Mai
  • Brutzeit: Mai bis Juni
  • Brutdauer: 14 Tage
  • Brut: 1 Jahresbrut
  • Nahrung: Insekten, Spinnen, Würmer, Larven
  • Alter: 5 bis 8 Jahre

Mauersegler - Apus apus

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Sie sind die Vielflieger unter den Zugvögeln. Fünf Sechstel ihres gesamten Lebens verbringen die Piepmatze in der Luft. Dabei kann es auch dazu kommen, dass Sie im Gleitflug schlafen. Auch auf ihrer Wanderschaft macht sie kaum Pausen und frisst im Fliegen Insekten auf dem Wasser oder in der Luft. Bis auf 150km/h kann der kleine Piepmatz beschleunigen. Spätestens im August und manchmal bereits im Juli, beginnen die Mauersegler ganz allein ihre etwa 2-monatige Reise in die Gegend zwischen Äquatorial- und Südafrika, wo sie etwa 4 Monate verbringen. Anfang April sind sie wieder in ihren Brutgebieten anzutreffen.

  • Familie: Segler (Apodidae)
  • Größe: 17 cm
  • Gewicht: 50 g
  • Flügelspannweite: 48 cm
  • Fluggeschwindigkeit: 120-150km/h
  • Geschwindigkeit: Im Sturzflug bis 200 km/h
  • Fortpflanzung/Paarungszeit: Ende April – Mai
  • Brutzeit: Mai bis Juni:
  • Brutdauer: etwa 24 Tage
  • Brut: 1 Jahresbrut
  • Gelegegröße: 2-3
  • Nahrung: Insekten, Spinnen, Käfer, Motten, Fliegen
  • Alter: etwa 20 Jahre

Weißstorch - Ciconia ciconia

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  • Familie: Störche
  • Größe: 110 cm
  • Gewicht: 4,5 kg
  • Flügelspannweite: 220 cm
  • Fortpflanzung/Paarungszeit: März bis Juni
  • Brutzeit: März bis Juni
  • Brutdauer: 32 Tage
  • Brut: 1 Jahresbrut
  • Gelegegröße: 2-5 Eier
  • Nahrung: Frösche, Stare, Mäuse, Insekten
  • Alter: 25 Jahre

Weißstörche beginnen ihre Reise in den Süden bereits Mitte September. Diese dauert überdurchschnittlich lange, zwischen zwei bis vier Monate. Aufgrund ihrer Größe können Störche niemals so schnell im Ruderflug vorankommen, wie die meisten Zugvögel. Die enorme Strecke von bis zu 20.000 Kilometern bis nach Afrika über die Türkei und den Nahen Osten überwinden indem sie „segeln“. Sie nutzen die warmen Aufwinde, um lebensnotwendige Energiereserven zu sparen. Da solche Aufwinde nur an weitläufigen Landflächen und nicht auf großen Wasseroberflächen entstehen können, verfolgen die Störche einen größtenteils ländlichen Weg nach Afrika und meiden Meere und große Seen. Der Bosperus zwischen Europa und Asien bietet ihnen eine solche Möglichkeit. Ebenfalls nutzen manche Weißstörche alternativ die schmale Mittelmeerenge bei Gibraltar. Sie erreichen auf ihrer Reise eine Höhe von bis zu 4.500 m und eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h. Manche Störche fliegen tagsüber bis zu 500 km und ruhen sich nachts auf dem Boden aus. Anfang März kehren sie wieder zurück nach Deutschland, um zu brüten und ihre Jungen aufzuziehen.

Zugvögel in Südafrika erleben

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„Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer"

Allgemein gelten Kurzstreckenflieger als Frühlingsboten. Anders als bei Mittel-und Langstreckenziehern, hat das vorherrschende Wetter einen größeren Einfluss auf deren Rückkehr. Da der Winter im Jahr 2020 sehr mild ist, kehren bereits ein paar von ihnen zurück in die Heimat. Beispielsweise sind bereits Feldlerchen und Hausrotschwänze in Nordrhein-Westfalen im Januar auf dem Weg zurück in die Heimat gesichtet worden. Auch Stare gelten als typische Frühlingsboten.

Mittel-und Langstreckenzieher kehren hingegen nicht früher zurück als gewohnt, d.h. vor April werden wir keine Weißstörche, Mauersegler, Rauchschwalben, Nachtigallen oder Mehlschwalben, die ins südliche Afrika gereist sind, zu Gesicht bekommen – natürlich gibt es hier auch ein paar vereinzelte Früh-und Spätzünder. Das folgende Sprichwort fasst dies sehr passend zusammen:

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

Das bedeutet, dass innerhalb einer Zugvogelart nicht alle gleichzeitig nach Hause zurückfliegen. Beispielsweise sind die ersten Rauchschwalben meist um den 20. März am Horizont zu sehen. Der Großteil erscheint in der ersten Hälfte des Aprils und ebenfalls gibt es ein paar Nachzügler, die erst Ende Mai in der Heimat ankommen. Des Weiteren treffen oftmals die Männchen vor den Weibchen ein, um einen guten Brutplatz für sich zu beanspruchen, welches natürlich einen großen Vorteil im späteren Kampf um die Auserwählte darstellt.

Wenn es im Herbst kälter wird und die Blätter von den Bäumen fallen, macht sich der Großteil der Zugvögel wieder auf die Reise in den Süden. Die Mauersegler sind dabei die absoluten Frühstarter. Ein Teil davon macht sich bereits im Juli auf die große Reise. Spätestens wenn große Schwärme von Rauchschwalben über den Horizont ziehen, weiß man, dass der Herbst begonnen hat.

Buchfink-Photo by Stefan Mächler on Unsplash
Kranich-Photo by Santiago Lacarta on Unsplash
Kuckuck-Photo by David Clode on Unsplash
Star-Photo by Phil Baum on Unsplash
Rotkehlchen-Photo by Jan Meeus on Unsplash
Julia

Julia

Seit ihrer Kindheit ist Julia von der afrikanischen Flora und Fauna begeistert und liebt es unsere Leser über die Vielfalt des südlichen Afrikas zu informieren. Auf ihrer Bucket List steht eine Safari ganz weit oben, um die Tiere, über die sie schreibt, endlich hautnah kennenzulernen. Besonders gerne würde sie dabei die "untypischen" Safarilieblinge vor die Linse bekommen, wie beispielsweise Pangolins, Hyänen oder Erdferkel.

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Endlich habe ich im Internet die Antwort von vielen Fragen gefunden, vorallem intetessierte mich die Durchschnittsgeschwindigkeit der Voegel, wie viele Kilometer die Voegel am Tag auf ihrer Reise zuruecklegen, bzw. die Dauer der Reise zurueck ins Winterquartier, Kompliment, ein auesserst ausfuehrlicher Bericht,der einzige im Internet, vielen Dank, wuensche meinen gefiederten Lieblingen viel Glueck auf ihrer anstrengenden Reise, Karin Toskana, Vogelliebhaber und Beobachter

    1. Herzlichen Dank für deinen Kommentar und das verbundene Lob! Darüber haben wir uns sehr gefreut!

      Sind für dich Fragen offen geblieben oder kannst du uns mit Bildmaterial unterstützen? Besonders stolz sind wir auf unsere Karte, darfst du gern ebenfalls verwenden. 😉

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