Klima & Wetter

Wann ist die beste Reisezeit für Südafrika?

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In Südafrika besitzt jede Jahreszeit ihre eigenen Reize und Vorzüge! Das Land ist sehr groß und durch unterschiedlichen Klimazonen gibt es im Prinzip die beste Reisezeit für Südafrika nicht. Aus eigener Erfahrung heraus können wir sagen, dass sich eine Reise nach Südafrika jederzeit lohnt und wir möchten euch hier einen kleinen Leitfaden für die beste Reisezeit in die verschiedenen Landesteile geben.

Klima Südafrika

Das Klima in Südafrika reicht von Wüstenklima in der Kalahari über mediteranes Klima in Kapstadt bis hin zu subtropischen Küstenregionen rund um Durban! Die Jahreszeiten sind dabei auf der Südhalbkugel entgegengesetzt zu den unseren.

Südafrika ist für seinen endlosen Sonnenschein berühmt, das Klima variiert jedoch je nach Jahreszeit und Landesteil sehr stark. Das südlichste Land Afrikas ist von zwei Ozeanen umgeben, im Westen grenzt der kalte Atlantik und im Süden der warme Indische Ozean an Südafrika. Im Norden bringt die Kalahari Wüste und im Osten das subtropische Mosambik die warmen Temperaturen nach Südafrika, die so typisch für das Land sind und es bei Urlaubern so beliebt machen.

Südafrika ist ein relativ trockenes Land, mit einer jährlichen Niederschlagsdurchschnittsmenge von etwa 464mm (Weltdurchschnitt = 860mm). Im Vergleich zum Weltdurchschnitt fällt somit in Südafrika verhältnismäßig wenig Regen. Während das West-Kap rund um Kapstadt und entlang der Garden Route im Winter (Juni bis August) dem meisten Regen ausgesetzt ist, ist der Rest des Landes im Großen und Ganzen ein Sommerregen-Gebiet. In den touristischen Regionen rund um den Krüger Nationalpark, der Panorama Route und in den subtropischen Küstenabschnitten von Durban ist die Regenzeit von Dezember bis März. Die Regenzeit ist jedoch in der Regel von kurzen heftigen Regengüssen geprägt, im Hochsommer oft eine willkommene Erfrischung. Tagelanger und permanenter Regen sind daher sehr selten.

Die Temperaturen in Südafrika sind ganzjährig relativ hoch. Im Norden und Nordosten des Landes fallen die Temperaturen tagsüber während des ganzen Jahres kaum unter 20°C und das Klima in dieser Region bringt in der Regel eine recht trockende Hitze. Im Gegensatz dazu könnt ihr vor allem in den höhergelegenen Drakensbergen und rund um Johannesburg während der Wintermonate mit kälteren Temperaturen bis zu 0°C rechnen. Aufgrund der höheren Erhebung im Landesinneren über dem Meeresspiegel, tendieren die Temperaturen in Südafrika gleichzeitig dazu, niedriger zu sein als in anderen Ländern auf ähnlichen Breitengraden (wie z.B. Australien), was das Klima besonders für Mitteleuropäer ausgesprochen angenehm macht.

beste Reisezeit Südafrika

Wir werden oft gefragt „Wann ist die beste Reisezeit für eine Südafrika Rundreise“? Die Antwort auf diese Frage ist oft komplex und hängt vor allem von den persönlichen Reisewünschen, Reiseinteressen und der besuchten Region ab. Die beste Reisezeit für den einen kann die schlechteste Reisezeit für den anderen sein!

Aufgrund der verschiedenen Klimazonen müsst ihr die beste Reisezeit in Südafrika je nach Urlaubsregion und Rundreise genau unterschieden. Die Kap-Region von Kapstadt bis Port Elizabeth solltet ihr idealerweise von ca. September bis April besuchen, um die Regenzeit in Südafrika zu umgehen. Die Monate November bis Februar sind dabei die wärmsten und für mich persönlich die schönsten Reisemonate in dieser Region.

Komplizierter wird es bei der besten Reisezeit für Safaris wie z.B. in den Krüger Nationalpark,  den Hluhluwe-iMfolozi National Park, das Madikwe Game Reserve oder in der Kalahari. Hier müsst ihr entscheiden, was euch wichtig ist. Im Winter ist Trockenzeit mit wenig Baumbewuchs und die Tierbeobachtungen im eigenen Fahrzeug oder im Reisebus sind durch die bessere Sicht in den Busch zu dieser Zeit in der Regel besser, dafür wird es nachts jedoch sehr kalt (bis zum Gefrierpunkt) und tagsüber nur mäßig warm. Geführte Safaris mit Ranger im offenen Geländewagen sind in diesen Monaten extrem kalt und nicht jedermanns Sache. Im Sommer ist dagegen Regenzeit mit kurzen heftigen Regen und relativ schwierigen Tierbeobachtungen für Selbstfahrer, da alles grün und zugewachsen ist. Schotterpisten können in dieser Zeit durch zu viel Regen auch mal nicht passierbar sein. Ein guter Kompromiss sind daher der Frühling und Herbst, nachts nicht zu kalt und tagsüber keine Regen. Mein Tipp: solltet ihr die Safaris in den privaten Safari-Reservaten unternehmen, dann könnt ihr das ganze Jahr über sehr gute Safaris erleben. Die die Ranger hier off-road fahren dürfen, finden diese auf jeden Fall die Tiere für euch und die Qualität der Tierbeobachtungen ist erheblich besser als in den staatlichen Reservaten. Vergleicht dazu vor eurer Reiseplanung genau die Unterschiede zwischen den staatlichen Nationalparks in Südafrika und den privaten Safari Reservaten!

Die subtropische Küste von Durban bis nach Mosambik könnt ihr das ganze Jahr über bereisen. Die Temperaturen sind ganzjährig angenehm warm bis teilweise heiß und ihr könnt vor allem das ganze Jahr über Baden gehen. Aus Mosambik bringt der Agulhasstrom das warme Wasser mit sich und kühlt sich erst erheblich ab, wenn er in Kapstadt auf den Benguelastrom trifft. Die Top-Reisezeit sind auch hier der Frühling und Herbst, da das Wetter im Winter auch mal etwas durchwachsen und frisch sein kann und im Sommer die Temperaturen ab und zu schon mal auf 40° ansteigen. Da im Sommer auch Regenzeit ist, bringen die kurzen heftigen Regenschauer jedoch oft eine willkommen Abwechslung.

Wann die beste Reisezeit für eine Südafrika Rundreise ist, wird jeder individuell ganz unterschiedlich beurteilen, der eine mag es lieber wärmer der andere nimmt auch mal etwas Regen in Kauf, der eine unternimmt eine Rundreise und möchte es nicht heiß, der andere plant einen Badeurlaub ein und dem kann es nicht warm genug sein. Die Antwort ist daher immer subjektiv und hängt von vielen unterschiedlichen Einflußfaktoren ab. Entscheidend sind auch die besuchten Landesteile, die stark auf das Klima Einfluss haben oder ihr habt besondere Interessen wie z.B. Whale Watching, dann bleiben nur ganz bestimmte Reisemonate für einen Besuch. Die unterschiedlichen Reisezeiten in jeder Region und was es in den einzelnen Monaten besonderes zu sehen gibt, stellen wir weiter unten ausführlich vor.

Reiseideen Südafrika Reise

Übersicht Reisezeit Südafrika

 JanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
Kapstadt, Weingebiet, Garden Route
Addo Elephant Park
Krüger National Park
Drakensberge
Durban, Hluhluwe, St. Lucia, Wild Coast

Legende
= sehr gute Reisezeit | = gute Reisezeit | = Regenzeit & kalt | = Regenzeit & heiß | = Trockenzeit & kalt

beste Reisezeit Kapstadt

Für Kapstadt und Umgebung finden sich zum Thema „beste Reisezeit“ so einige unterschiedliche Informationen, was besonders daran liegt, dass Kapstadt fast ganzjährig verschiedenartige Reisehighlights vorweist. Es ist also je nach Interesse entscheidend, welches nun für euch die optimale Reisezeit ist. Nur von Juni bis August ist es in Kapstadt eher etwas kühler und vor allem regnerisch, denn hier schwanken die durchschnittlichen Tagestemperaturen zwischen 15 °C und 20°C. Darum sind die Winter feucht und kühl, wobei die Temperaturen kaum unter 10°C sinken.

Ihr eigenes, spezielles Wetterproblem haben Kapstadt sowie die Kap-Halbinsel wegen dem oft stürmischen Wind, mit dem vor allem von Dezember bis Januar zu rechnen ist. Hiervon sind besonders die nördlichen Stadtteile betroffen. Durch das Tafelbergmassiv wird der Westen der Stadt eher vor dem leidigen „Southeaster“ Wind geschützt.

Eine gute Reisezeit für Kapstadt ist zwischen September und Mai, ähnlich wie an der Garden Route. Ihr könnt den Tafelberg besteigen, zum Kap der Guten Hoffnung spazieren, Robben Island einen Besuch abstatten und die Strände im Western Cape kennenlernen. Die beste Reisezeit für Kapstadt sind die Sommermonate November bis März, dies ist auch die Zeit in der die Kapstädter täglich an die zahlreichen Traumbuchten fahren und die Abende an den Strandbars ausklingen lassen.

Badeliebhaber sollten folgendes zur Wassertemperatur beachten – die Temperaturen des Atlantiks im Westen der Stadt (Camps Bay, Clifton, Milnerton, Bloubergstrand, usw.) sind meistens ausgesprochen niedrig und nicht zum Baden geeignet, was durch die kalte Meeresströmung bedingt ist. Etwas wärmeres Wasser findet ihr auf der östlichen Seite der Stadt (Muizenberg, Simons Town, usw.), wo sich bereits der Einfluss des Indischen Ozeans bemerkbar macht. Daher gibt es hier auch die dichter bevölkerten Strände und Badeorte und die schönsten Strände in Kapstadt stellen wir euch hier vor.

Kapstadts Tafelberg sollte in euren Plänen vorkommen. Im Sommer kann es ganz oben sehr heiß werden und im regnerischen Winter solltet ihr Wanderungen auf den Berg vermeiden. Die Nässe durch den häufigen Regen macht das Wandern sehr beschwerlich und gefährlich. Bitte bedenkt immer, dass der Tafelberg durch sein ganz eigenes Wetter bestimmt wird, welches sich schlagartig ändern kann. In Kapstadt sagt man so schön „4 Jahreszeiten an einem Tag“, da das Klima oft unvorhersehbar ist. Wenn sich am Gipfel des Berges Wolken bilden, könnt ihr von unten ein herrliches Naturschauspiel erleben, da es so wirkt, als lägen die Wolken wie ein weißes Tischtuch auf dem Tafelberg. Zur selben Zeit werdet ihr oben jedoch keine Fernsicht haben. Es empfiehlt sich vor einem Ausflug auf den Tafelberg nochmal nach dem tagesaktuellen Wetter zu fragen bzw. ein Blick zum Tafelberg genügt oft und ihr erkennt, ob eine Auffahrt sich lohnt. Bedenkt auch, dass bei starkem Wind die Panorama-Seilbahn des Tafelbergs womöglich nicht in Betrieb genommen wird. Tipp: Wer nur 3-4 Tage in Kapstadt verbringt, sollte sich bei gutem Wetter sofort zum Tafelberg aufmachen, es könnte sein, dass an den nächsten Tagen immer eine kleine Wolke über dem Berg hängt und ihr keine Chance mehr auf die einmalige Aussicht über Kapstadt erhaltet.

Reiseideen Kapstadt Reise

Klimatabelle Kapstadt (durchschnittliche Temperaturen & Regentage)

Datenquelle: Deutscher Wetterdienst & wetter.de

beste Reisezeit Krüger Nationalpark

Jahreszeiten im Krüger Nationalpark
Im Krüger National Park  herrschen im Sommer (Dezember, Januar, Februar) überwiegend sehr warme Temperaturen von über 30C°, das Thermometer kann jedoch auch schon mal auf bis zu 40°C ansteigen, was an der Lage im Lowveld liegt. In den trockenen Wintermonaten (Juni, Juli, August) ist das Klima um einiges erträglicher, denn tagsüber ist es angenehm mild (bis zu 25°), nachts allerdings auch sehr kalt (ca. 5°). Gerade auf Safari im offenen Geländewagen in den kühlen Morgen- oder späten Nachmittagsstunden ist dies nicht zu unterschätzen. Der Frühling & Herbst zeicht sich im Vergleich zu den beiden anderen Jahreszeiten durch nicht zu heiße Tage und nicht zu kalte Nächte aus und zählt bei Urlaubern zu den beliebtesten Reisemonaten.

Safaris im Sommer
In der Krüger Park Region fällt in den Sommermonaten der meiste Niederschlag, so dass mit kurzen heftigen Regenfällen gerechnet werden kann. Der Regen bringt jedoch auch das Leben mit sich und die Vegetation schaut herrlich grün und saftig aus, ideal für Fotosafaris und Beobachtung von Jungtieren. Vor allem in den privaten Reservaten im Greater Kruger National Park ist dies eine sehr gute Reisezeit, falls euch der kurze starke Regen nichts ausmacht. Da die Ranger euch bis auf wenige Meter offroad an die Tiere heranbringen, hindert die dichtere Vegetation eure Sicht auch nicht. Sollte es sehr stark oder an mehreren Tagen regnen, kann es jodoch schon mal vorkommen, dass Pisten nicht befahrbar oder die Safaris beeinträchtigt sind. Im staatlichen Krüger Nationalpark dürfen Selbsfahrer aber auch die geführten Safaritouren die befestigten Straßen nicht verlassen, in den Sommermonaten könnt ihr in diesem Teil des Parks davon ausgehen, recht wenig Tier zu sehen. Die Sicht in den Busch ist stark eingeschränkt und die Tiere verteilen sich sehr weitläufig und sind nicht an die wenigen Wasserlöcher gezwungen.

Safaris im Frühling & Herbst
Die restlichen Monate bestimmt das trockene Klima des afrikanischen Binnenhochlands, das auch als „Lowveld“ und „Highveld“ bezeichnet wird und kaum Regen mit sich bringt. Im Frühling (September, Oktober, November) und Herbst (März, April, Mai) ist keine Regenzeit, die Tage sind angenehm warm und es wird nachts nicht zu kalt, wodurch man diese Monate als beste Reisezeit für den Krüger National Park bezeichnen kann. Die Sicht in den Busch ist sehr gut und die Tiere sind öfter an den Wasserlöchern zu finden. Der Herbst ist landschaftlich etwas schöner, da noch nicht alles ausgetrocknet ist und der Frühling bringt die typischen trockenden Erdfarben der Savanne mit sich.

Safaris im Winter
Da ihr im staatlichen Krügerpark zu jeder Jahreszeit auf viel Glück angewiesen seit, ob die Tiere nah an die Straßen herankommen, wird sehr oft die Zeit von Juni bis August (Winter) für tierische Erlebnisse empfohlen. In diesen trockenen Wintermonaten ist der Grasbewuchs sehr gering und man kann die Tiere auch in weiterer Entfernung gut erkennen. Zudem reicht es oft auch schon aus mit etwas Geduld an den Wasserlöchern zu warten. In wieweit man die sehr kalten Nachttemperaturen von unter 10° in Kauf nehmen möchte, muss jeder selber indidivuell für sich abwägen. Beachtet auch, dass im südafrikanischen Winter vor allem die Südafrikaner Urlaub im staatlichen Krüger Park machen. Hier ist es keine Seltenheit, dass sich bei Tiersichtungen ruck zuck größere Schlangen bilden und auch die großen Reisebusse stehen gern im Weg und verblocken die Sicht auf die Tiere.

Reiseideen Krüger Park Safaris

Klimatabelle Krüger Nationalpark (durchschnittliche Temperaturen & Regentage)

Datenquelle: SANParks

beste Reisezeit Garden Route

Die Garden Route liegt am Indischen Ozean und erstreckt sich im Westen von Mossel Bay bis hin zum Tsitsikamma National Park im Osten. Die beliebtesten und schönsten Urlaubsorte sind Knysna und Plettenberg Bay und liegen zentral inmitten der Garden Route. Von hier lassen sich alle Highlights der Region ganz einfach im Mietwagen bei einem Tagesausflug entdecken.

Das Klima an der Garden Route ist vergleichbar mit dem mediterranen Klima an der Kap-Halbinsel. Die Sommer sind gemäßigt und dadurch angenehm warm, die Winter eher mild. Die Garden Route gehört zu den niederschlagsreichsten Gebieten Südafrikas, denn die feuchten Seewinde des Indischen Ozeans bleiben an den Bergketten im Hinterland der Karoo hängen und regnen sich über der Küste ab. Der westliche Teil der Gardenroute fällt noch in das Winterregen-Gebiet der westlichen Kap-Region. Je weiter man Richtung Port Elizabeth kommt, desto mehr verlagert sich die Regenzeit in die Sommermonate.

Die beste Reisezeit an der Garden Route ist von Frühling bis Herbst (September bis Mai), wobei die Top-Reisezeit die warmen Sommermonate von Dezember bis Februar sind. Beachtet zu diesen Jahreszeiten allerdings, dass in den Oktoberferien, über Weihnachten und zu Ostern die meisten Touristen unterwegs und viele Unterkünfte lange im Voraus ausgebucht sind. Gerade für Familien ist die Garden Route eines der beliebtesten Urlaubsregionen im Land und die schönen familienfreundlichen Unterkünfte sind oft schon ein Jahr im Voraus nicht mehr zu bekommen.

Jedoch kann man auch im Winter (Juni bis August) mit ein bisschen Glück ein paar stabile Hochdruck-Wetterlagen mit schönem, trockenen Wetter und milden Temperaturen antreffen. Die Wahrscheinlichkeit kühlere Tage und viel Regen zu erleben, sind im Winter allerdings am Höchsten und solltet ihr zu dieser Zeit an die Garden Route fahren, spekuliert ihr immer etwas auf das Wetter. Zudem sind die Wassertemperaturen im Winter eindeutig zu niedrig zum Baden. Einziger Vorteil sind die teils sehr günstigen Nebensaisonpreise und ihr werdet die Garden Route ohne große Touristenmassen erleben und könnt ab Juni zudem Wale vor der Küste sehen.

Reiseideen Garden Route

Klimatabelle Garden Route (durchschnittliche Temperaturen & Regentage)

Quelle

beste Reisezeit Durban

Das Klima in Durban in den küstennahen Regionen von KwaZulu-Natal lässt sich als subtropisch bezeichnen. Im Sommer steigen die Temperaturen nicht selten über die 30°C-Marke. Da meist eine ziemlich hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, ist es zugleich schwül, heiß und drückend. Die Niederschläge fallen überwiegend zwischen Oktober und März und ganz besonders in den Monaten Oktober, November & Dezember, wo man täglich mit heftigen tropischen Gewittergüssen, gewöhnlich am Nachmittag, rechnen kann. Die gesamte Provinz KwaZulu-Natal gilt als die regenreichste Region Südafrikas, es herscht allerdings ganzjährig Badewetter und auch im südafrikanischen Winter ist das Wasser angenehm warm.

Falls ihr nicht nur wilde Tiere sehen wollt, sondern auch einen aktiven Badeurlaub in Südafrika erleben möchtet, ist KwaZulu-Natal und komplette Küste nördlich und südlich der Stadt Durban ein empfehlenswertes Reiseziel. Von der South Coast im Süden bis nach St. Lucia im Norden sind einige der schönsten Strandabschnitte und Tauchregionen Südafrika hier zu finden. Aufgrund der warmen Strömung des Indischen Ozeans lässt sich das ganze Jahr über Baden. Die Wassertemperaturen sinken nicht unter 20°Celsius (siehe Klimadiagramme) und viele Strandabschnitte werden von der Seenotrettung überwacht.

Im Sommer zwischen Dezember und Februar kann es allerdings auch sehr heiß werden, so dass Tropengewitter nicht ausbleiben. Daher ist die beste Reisezeit für Durban & die Küstenregion in KwaZulu-Natal der Frühling, Herbst und Winter. Im Winter und Frühling kommen zudem die Wale an die Küste und im Sommer erlebt ihr Riesenschildkröten im iSimangaliso Wetland Park. Safaris in den Hluhluwe-iMfolozi National Park und Bootsfahrten zu Krokodilen und Nilpferden auf dem Lake St. Lucia sind ganzjährig möglich, wobei die trockeneren Monate von April bis September grundsätzlich etwas bessere Tierbeobachtungsmöglichkeiten bieten.

Reiseideen KwaZulu-Natal

Klimatabelle Durban (durchschnittliche Temperaturen & Regentage)

Datenquelle: Climate Data

beste Reisezeit Addo Elephant Park

Der Addo Elephant Park ist für seine dickhäutigen Bewohner bestens bekannt. Wenn auch ihr Elefanten und Co. ganz nah erleben möchtet, empfiehlt sich ein Besuch in diesem Nationalpark, Safaris sind in der Region ganzjährig möglich. Mit Regen müsst ihr allerdings auch das ganze Jahr über rechnen, da sich der Addo Elephant Park genau zwischen dem Sommerregengebiet im Norden und Winterregengebiet im Süden befindet. Der Regen bringt jedoch auch eine wunderschöne Vegetation mit sich und lässt die hügeliche Landschaft in seiner vollen Pracht erblühen. Das aride bis semi-aride Klima im Addo lockt vor allem Elefanten an die diversen Wasserlöcher im Park.

Die beste Reisezeit ist von September bis April auch wenn der Sommer zwischen Dezember und Februar sehr heiß werden kann. In diesen Monaten könnt ihr viele Jungtiere entdecken und die Vegetation ist wesentlich grüner als die restlichen Monate im Jahr. Zusätzlich kommen die Zugvögel zurück und gerade für Vogelbeobachtungen ist diese eine hervorragende Reisezeit. Im Winter von Juni bis August wird es nachts sehr frisch und gerade auf Safari im offenen Geländewagen am frühen Morgen und späten Nachmittag sind dicke Jacke und am besten auch Handschuhe und Mütze sinnvoll. Die Tiere versammeln sich häufig an den Wasserstellen und lassen sich im Winter leicht finden, in der Nebensaison sind vor allem auch die Straßen nicht so überfüllt und ihr könnt die Tiere in Ruhe ohne störende andere Fahrzeuge beobachten.

Neben dem staatlichen Addo Elephant Park gibt es in unmittelbarer Nähe auch einige der schönsten privaten Safari Reservate des Landes und ihr könnt nicht nur die „Big Five“, sondern auch die „Big Seven“ erleben: Löwen, Leoparden, Elefanten, Nashörner und Büffel sowie Haie und Wale.

beste Reiszeit Drakensberge

Im Landesinneren, inbesondere in den Hochlagen der Drakensberge wird es im Winter (Juni, Juli, August) sehr kalt und auf den Bergspitzen schneit es. Nachts sinken die Temperaturen unter 0° Grad und es gibt oft Frost. Die Tage zeichen sich durch einen klaren Himmel und moderate Temperaturen aus.

Im Sommer zwischen Dezember und Februar könnt ihr mit hohen Tagestemperaturen so um die 28° Grad rechnen. Allerdings bringt die warme Luft auch starke Nachmittagsgewitter und Regen mit sich. Eine gute Zeit zum Wandern, falls euch der Regen nichts ausmacht. Die Drakensberge erblühen zu dieser Zeit auf jeden Fall im einem wunderschönen Grün und die gefüllten Wasserfälle belohnen mit dramatischen Ansichten.

Für die Drakensberge und Wanderenthusiasten ist die beste Reisezeit allerdings der Frühling und Herbst. Die Temperaturen sind angenehm warm mit wenig Regen, die kontrastreichen Farben zwischen dem braunen Winter und grünen Sommer kommen in diesen Monaten am besten zum Vorschein. Wenn Ihr an einem Mittwoch in den Drakensbergen seid, lauscht aufmerksam, vielleicht kommt ihr gerade zu der Zeit an, in der der berühmte Drakensberg Boys Choir singt.

beste Reisezeit Wild Coast

Das Klima ist ähnlich wie in KwaZulu-Natal und die Wild Coast ganzjährig gut zu bereisen, nur wer Hitze nicht gut verträgt sollte die Sommermonate (Dezember, Januar, Februar) meiden. Die Wild Coast ist nicht nur für den Sardine Run einen Besuch wert. Dieser Part Südafrikas ist gespickt mit Geschichte, denn hier könnt ihr Nelson Mandelas Geburtsstätte besuchen. In der ehemaligen Transkei, genauer gesagt, in Mvezo, erblickte der bedeutende südafrikanische Aktionist und spätere Präsident Südafrikas das Licht der Welt. Zahlreiche Spuren findet ihr im Stammesgebiet der Xhosa und die Einheimischen werden euch viele Geschichten von Tata Madiba erzählen können.

Die Wild Coast ist außerdem für ihr „Hole in the Wall“ (das Loch in der Wand) bekannt. Ein riesiger Felsen, einer Insel gleich, befindet sich unweit von Coffee Bay und durch diesen durchzieht sich ein Loch so groß wie ein Tor. Ein schönes Naturschauspiel mit einer tragischen Geschichte. Einst gingen zwei Mädchen vom Stamme Xhosa zu diesem Loch an der Wand und dachten dort ihre Ahnen zu erblicken. Diese forderten von ihnen das Schlachten ihrer gesamten Herden, damit die Xhosa vor den Engländern beschützt würden. Als das Volk, motiviert durch einen Priester, dem Onkel eines der beiden Mädchen, dieser Forderung nachkam, besiegelte es damit sein Schicksal. Entkräftet durch den Mangel an Nahrung, konnten die Engländer sie leicht bezwingen. So ging dieses Ereignis als „Great Cattle Killing“ in die Geschichte ein (das große Viehtöten). Wenn ihr vor dem „Hole in the Wall“ steht, werdet ihr verstehen, warum die Xhosa einen Durchgang zu ihren Ahnen darin sahen.

 

Jahreszeiten in Südafrika

Da Südafrika, von uns aus gesehen, auf der anderen Seite der Erdkugel liegt, werden den Monaten andere Jahreszeiten zugerechnet. So beginnt im September der Frühling, Weihnachten wird im Sommer gefeiert und die Herbstlese findet im Mai statt. Darauf solltet ihr euch einstellen, wenn ihr nach Südafrika reisen möchtet. Was ihr in den Monaten unternehmen könnt, welche traditionellen Festivitäten spannend sind und wann ihr am besten Löwe, Elefant, Gnu und Wale beobachtet, verraten wir hier.

Frühling (September, Oktober, November)

Namaqualand
Es gibt keinen Ort in Südafrika, an dem der Frühling so spektakulär ist wie in der nördlichen Kapprovinz (engl. Northern Cape). Der trübe Winter wird hier absolut vergessen, wenn tausend kleine, sonst unscheinbare Pflanzen die Ebenen mit einem schillernden Blumenteppich bedecken. Eine alljährliche Wallfahrt zur Sichtung der Blumen vom Namaqualand am West- und Nord-Kap gehört für viele Südafrikaner zur Normalität. Dieses Naturschauspiel könnt ihr von August bis September bestaunen.

Pretoria
Wunderschön anzusehen sind die Jacaranda-Bäume in Pretoria in den Monaten Oktober und November. Dann tragen die Bäume ein violettes Blütenkleid und lassen sich entlang unzähliger Straßen in Pretoria und Johannesburg erblicken.

Tierbeobachtungen
Eine gute Zeit zur Wildbeobachtung ist im Frühjahr (September, Oktober, November). Im Frühling werden viele Jungtiere geboren. Besonders das milde Winterklima im Krüger National Park ist ein Garant für etliche Jungtiere aber auch der Hluhluwe-iMfolozi National Park oder der Addo Elephant Park eignen sich in diesen Monaten ideal für Pirschfarten. Ebenso lohnt sich der Frühling für die Walbeobachtung, auch wenn die Saison bereits im Juni beginnt.

Sommer (Dezember, Januar, Februar)

Schildkröten
Besonders Schildkröten werden von dem schwülen und feuchten Wetter im Sommer angezogen. Zwischen November bis März lassen sich daher in KwaZulu-Natal Lederschildkröten und unechte Karettschildkröten beobachten. Die Lederschildkröte (leatherback turtle) ist die größte Schildkröte der Welt. Sie lebt im Meer und kommt zur Eiablage an den Strand. Die Tiere werden in etwa 2,5 m lang und können bis zu 700 kg wiegen. Ihren Namen verdanken sie ihrem Panzer. Anders als bei einer normalen Schildkröte ist der Rücken dieses Meeresbewohners nicht aus Horn, sondern aus lederartigem Gewebe. Unechte Lederschildkröten können zwar über 2 m lang werden, die meisten Vertreter schaffen jedoch nur etwas über einen Meter. Die unechte Karettschildkröte wiederum zählt zu den größten Schildkröten mit Hornpanzer. Beide tummeln sich im Sommer an KwaZulu-Natals Küsten, das diesen Bereich zu einem Muss für echte Schildkrötenliebhaber macht.

Safaris
Die echten Landtiere halten sich im Sommer eher zurück. Bei hohen Temperaturen suchen diese meist schon früh einen schattigen Platz zum Schlafen. Zu dieser Zeit sollte man vor allem private Safarireservate besuchen, da ihr hier an geführten Off-Road Safaris teilnehmen könnt und ein guter Ranger die Tiere auch im Sommer findet. Für die Garden Route und den Addo Elephant Park sind die Sommermonate die beste Reisezeit, da die restlichen Monate eher kühl und feucht sind. Im Krüger National Park und Madikwe Game Reserve können die Temperaturen im Sommer hingegen auf bis zu 40°C steigen, was an der Lage im Lowveld liegt. Aus diesem Grund solltet ihr für diese beiden Parks genau abwägen, ob ihr lieber Hitze und kurze heftige Regenschauer oder trockenes aber dafür nachts sehr kaltes Wetter bevorzugt.

Ornithologen aufgepasst
Für alle Vogelliebhaber – die paläoarktischen Zugvögel werden um den November herum in Afrika ankommen und die innerafrikanischen Zugvögel erreichen Südafrika normalerweise bis Mitte Oktober. Der darauffolgende Sommer ist daher für Hobby-Ornithologen eine interessante Jahreszeit mit guten Chancen zahlreiche Vogelarten zu entdecken.

Wassersport und Badespaß
Neben den tierischen Begegnungen, gibt es in der Mitte des Sommers etwas für Sportfreunde und Adrenalinjunkies. Dann können Interessenten ein Fluss-Rafting miterleben, das sog. Whitewater Rafting. Die Wellen schlagen auf der Fahrt so wild, dass sich weiße Schaumkronen bilden. Der Oranje (Orange River) ist neben dem Umkoomas einer der besten Flüsse für dieses Abenteuer. Solltet ihr es bevorzugen, lieber an den Stränden zu entspannen, ist der Hochsommer die beste Zeit – obwohl dann auch alle anderen dort sind. Die Wassertemperaturen des Atlantiks und des Indischen Ozeans sind zwischen November und April am angenehmsten. Besonders in Durban dürfen sich Familien mit Kindern, Wassersportler und Sonnenanbeter auf Wassertemperaturen von rund 24°C freuen. Innerhalb der Kapregion sind die Wassertemperaturen grundsätzlich ganzjährig zu kalt zum Baden aber ganz abgehärtete gehen am besten im Sommer ins Wasser.

Events im Sommer
Wenn ihr einem traditionellen Konzert lauschen möchtet, habt ihr vom Spätfrühling (November) bis Ende Sommer die Möglichkeit dazu. Denn an jedem Sonntag in diesen Monaten gibt es im Kirstenbosch Botonical Garden Hörenswertes für Interessierte: die Kirstenbosch Sunday Summer Concerts. Fans von Pferden und Pferdesport kommen im „The J&B Met“ im Monat Januar in Kapstadt auf ihre Kosten. Dort finden auf der Kenilworth Pferderennbahn ein Pferderennen und eine Kostümparty statt. Nicht nur im Herbst ist Wein-Zeit in Südafrika. Auch im Sommer ergibt sich eine Möglichkeit zur Verkostung. An dem Drei-Tage-Festival „Stellenbosch Wine Festival“ werden Hunderte von Weinen auf den Coetzenburg Sports Grounds im Westkap vorgestellt.

Herbst (März, April, Mai)

Herbstzeit Weinzeit
Für Weinkenner und -liebhaber empfiehlt sich der Herbst auch in Südafrika. Die jährliche Weinlese findet im März und April in den berühmten Cape Winelands, der Weinregion nordöstlich von Kapstadt statt. Zu dieser Zeit ist es am Kap sehr mild und trocken. Allerdings wissen die Weinliebhaber nicht nur die geringen Niederschläge zu schätzen, es ist zu dieser Jahreszeit auch touristisch bereits etwas ruhiger, denn die Südafrikaner reisen am liebsten zu Weihnachten und Ostern.

Wassersport und Baden
Für Freunde von Tauchen und Surfen bietet der Herbst und die kommenden Monate die beste Gelegenheit. Denn diese Wassersportarten lassen sich in weiten Teilen des Landes jenseits der Sommermonate am besten unternehmen. Dies soll jedoch nicht bedeuten, dass ihr nicht auch in anderen Monaten tauchen und surfen könnt. Im Herbst sind die Wassertemperaturen an der Atlantikküste und im Indischen Ozean – wie schon im Sommer – sehr angenehm. Generell bleibt das Wasser des Indischen Ozeans ganzjährig einladend warm. In beiden Regionen beträgt die Lufttemperatur im Durchschnitt 25°C. Das heißt, nicht nur das Tauchen, sondern auch Baden ist im Herbst in Südafrika möglich.

Größtes Radrennen der Welt
Ein Sportereignis besonderer Art findet noch ganz zu Anfang des Herbstes statt: die Cape Town Cycle Tour. Entlang der Kaphalbsinsel ist die Cape Town Cycle Tour nicht nur das teilnehmerstärkste individuelle Radrennen der Welt, sondern gehört zu denen mit der schönsten Kulisse. Für die Panoramastraße Chapman`s Peak Drive kommen jedes Jahr tausende Reisende und Natur-Pilger. Beginnend am Ort Hout Bay schlängelt sich der Chapman`s Peak Drive in 114 Kurven zum Küstenort Noordhoek. Das Radrennen beginnt jedes Jahr Anfang März in Kapstadt. Teilnehmer sollten sich auf eine rund 109-km-Strecke vorbereiten und schon im September sind die meisten Plätze ausgebucht. Das letzte Rennen hatte ungefähr 35.000 Teilnehmer – und jedes Jahr scheinen es mehr zu werden. 2018 feiert die Cape Town Cycyle Tour ihr 40jähriges Bestehen.

Für Extremsportler gibt es bereits eine Woche später das Mountainbikerennen „Cape Epic“ auch hierbei handelt es sich um ein Radrennen der besonderen Art. Es können auch Hobby-Mountainbiler mitmachen, allerdings werden diese zuvor ausgelost. Dieses Rennen geht über mehr als 700 km in acht Tagen. Der Streckenverlauf führt ebenfalls an den schönsten Plätzen im Westkap vorbei und dürfte daher für Sportbegeisterte wie auch Naturfreunde interessant sein.

Der Herbst hat auch musikalisch viel zu bieten
So findet jedes Jahr mitten in der Karoo-Halbwüste das AfrikaBurn-Festival statt.  Für eine Woche wird die Ödnis zu einem belebten sozialen Umfeld. Das Konzept: Jeder bringt mit, was er mit anderen Besuchern teilen möchte. Ganz gleich ist dabei, ob es ein Konzert, ein Imbiss für 20 Personen, Drinks für 100 durstige Kehlen, ein Tattoostudio oder dergleichen ist. In der Woche wird alles gemeinsam gemacht, gelacht, getanzt, gefeiert. Nach den Festtagen wird das, was sich nicht mehr mit nach Hause nehmen lässt, gemeinschaftlich verbrannt. Nichts zeugt mehr von den fünf lebhaften Tagen aber ihr könnt sicher sein, dass das AfrikaBurn auch im nächsten Jahr an gleicher Stelle wieder da sein wird.

Ein weiteres Highlight in Südafrika ist jedes Jahr aufs Neue das Klein-Karoo-National-Arts-Festival in Oudtshoorn (Westkap). Das buntgemischte Festival kommt mit Musik, Speis, Trank und Unterhaltung daher. Es findet im April statt. Insider sprechen vom KKNK-Festival. Das Festival ist schon seit vielen Jahren fester Bestandteil der Klein-Karoo. 2014 feierte es sein 20jähriges Bestehen.

Freunde von Musik und vor allem des Jazz sollten das Cape Town Jazz Festival (CTJF) nicht verpassen. Das findet regulär im März/April statt. Einen Tag zuvor wird es das Free Community Concert im Herzen von Kapstadt (Green Market Square) geben. Es ist kostenlos für jeden zugänglich und macht auf das kommende zweitägige kostenpflichtige Festival aufmerksam. Mit etwa 6 Euro Eintritt (95 Rand) ist ein Besuch des CTJF durchaus günstig.

Winter (Juni, Juli, August)

Safaris im Winter
Zwischen Juni und August ist das Gras im Norden Südafrikas trocken und auch in den Flüssen fließt nur noch wenig Wasser, was dazu führt, dass die Tiere sich auf Wanderschaft zu den Wasserstellen der Parks begeben. Diese schwierige Situation für die Tiere ist für euch eine hervorragende Möglichkeit zur Tierbeobachtung. An den Wasserstellen sammeln sich Leoparden und Gnus, Elefanten und Löwen und stillen ihren Durst. Eine weitere Erleichterung ist das niedriger wachsende Gras zu dieser Zeit, was es dem Beobachter noch einfacher macht, die Wildtiere während einer Pirschfahrt schon aus der Ferne deutlich zu erkennen. Besonders für Tierbeobachtungen im Winter sind die staatlichen Nationalparks empfehlenswert, denn die Büsche und Bäume des ausgedehnten Bushvelds sind in dieser Zeit nicht belaubt und ermöglichen dem Betrachter einen freieren Blick auf die artenreiche Tierwelt. Da ihr in den staatlichen Parks nicht Off-Road fahren dürft, habt ihr nur in diesen Monaten realistische Chancen gut Tiersichtungen zu erleben, da es ansonsten immer vom Glück abhängt, ob die Tiere sich nah an den Straßen aufhalten. Von Juni bis August ist das Klima auch im Kruger Nationalpark und im Madikwe Game Reserve tagsüber angenehm mild, nachts wird es jedoch bis zu 0° kalt – vor allem im offenen Geländewagen sind hier Mütze und Handschuhe Pflicht.

Whale Watching
Die Walsaison ist ein weiteres Highlight, für das Südafrika berühmt ist. Das kommt daher, dass der Southern Right Whale von der Antarktis zum Kalben an die südafrikanische Küste kommt, da es ihnen sonst zu kalt ist. Und das Besondere ist, dass die Tiere immer dieselben Küstenabschnitte aufsuchen, an denen sie bis ins seichte Wasser schwimmen. So könnt ihr die Wale vor allem rund um Hermanus direkt vom Land aus beobachten. Die Southern Right Whales aus dem Süden treiben sich von Juni bis November an Südafrikas Küsten herum sowie Delfine und auch der Weiße Hai sind ganzjährig zu sehen. Bis hinein in den südafrikanischen Spätfrühling könnt ihr ein Whale Watching Tour entlang der Küste von Kapstadt bis nach Mosambik unternehmen. Wer mehr über die „Big 5 der Meere“ erfahren möchte, findet zahlreiche Fakten & Details in unserem Artikel!

Sardine Run
Ein Spektakel unter Wasser ist speziell für Tauchfreunde einen Tauchgang wert. Ende Herbst Anfang Winter (Mai/Juni) kann man den sogenannten Sardine Run hautnah miterleben. Unzählige Sardinenschwärme verbinden sich zu einem großen Schwarm. Das Meer ist voll von Sardinen, die in beeindruckenden Formationen durch das Meer strömen. Grund dafür ist das Zusammentreffen des kalten Bengula-Stroms auf den warmen Agulhasstrom. In beiden Strömen sind Sardinenschwärme zuhause, die sich beim Zusammentreffen der Ströme zu einem einzigen Schwarm formieren. Zu erleben ist dieses Naturschauspiel an der Wild Coast von Südafrika.

Musik und Sport
Liebhaber von Tanz und Musik sollten sich das Knysna Oyster Festival nicht entgehen lassen. Der Küstenort am Indischen Ozean liegt direkt an der Garden Route und bildet daher eine wunderbare Kulisse zu dem bunten Treiben in Knysna. Das Festival dauert 10 Tage an und bietet für Sportler, Familie und Partybegeisterte etwas. Marathon stehen ebenso auf dem Plan wie Wandern durch den Knysna Forest. Im Ort wird ein großer Foodmarkt eröffnet und bei Musik, Spiel und Tanz ist für die ganze Familie gesorgt. Das Festival findet jedes Jahr im Juli statt. Wer an einem umfangreichen Marathon-Event teilnehmen möchte, für den könnte der Comrades Marathon ein Ziel sein. Der Marathon startet und endet Ende Mai/Anfang Juni. Die Teilnehmerzahl ist auf 20.000 Personen begrenzt. Anmeldezeitraum ist etwa von September bis Ende November. Der Marathon wird auf einer Strecke von rund 90 km ausgetragen. Die Teilnehmer legen die Strecke zwischen Pietermaritzburg und Durban zurück. Modebewusste können im Winter einen Ausflug zur Cape Town International Fashion Week einplanen, in der die neusten Outfits lokaler Designer präsentiert werden. Sie findet jedes Jahr im Juli in Kapstadt im Cape Town Convention Center unweit der Waterfront statt.

Kleidungstipps zum Reisewetter

Solltet ihr im südafrikanischen Sommer (Dezember, Januar, Februar) reisen wollen, wäre Baumwollkleidung zu empfehlen, denn Baumwolle ist ein leichter und schön luftdurchlässiger Stoff. Allerdings solltet ihr lange Ärmel und eine lange Hose am Morgen und am Abend tragen, denn somit könnt ihr euch einfach vor Insekten und der starken Sonne schützen.

In den südafrikanischen Wintermonaten (Juni, Juli, August) kann es, wie oben beschrieben, ziemlich kalt werden. Daher empfehlen wir warme Kleidung mitzunehmen. Ein warme Hose und auch ein dicker Pulli sollten kein überflüssiger Luxus sein. Tipp: Vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang wird es auf Safari im offenen Geländewagen sehr schnell sehr kalt – eine dünne Wintermütze, ein Schal oder auch Handschuhe sind hier hilfreiche Begleiter und nehmen nicht viel Platz im Koffer ein! Natürlich solltet ihr aber auch in diesen Monaten eure Sonnenbrille nicht vergessen, denn trotz der niedrigen Temperaturen scheint die Sonne so gut wie immer.

Besonders für Wanderung und Safaris durch den Busch, solltet ihr eine strapazierfähige Hose und gutes Schuhwerk mitnehmen, um euch vor Insekten, aber auch vor scharfen Dornen und Ästen zu schützen. Nicht zu vergessen – Badesachen! Eventuell Abgehärtete springen in den Atlantischen Ozean, aber selbst für die nicht so resistenten Reisenden gibt es in den verschiedenen Unterkünften einen Swimming Pool, der eine angenehme Erfrischung bietet.

Fazit

Ihr seht – die beste Reisezeit Südafrika zu bestimmen, ist durch die verschiedenen Klimazonen nicht ganz einfach. Wenn es eine Zeit gibt, die pauschal zu empfehlen ist, dann trifft dies am ehesten auf den Herbst und Frühling zu. Aber auch der Winter in Südafrika mit seinem milden Klima ist in vielen Regionen für eine Reise empfehlenswert. Bei der Wahl solltet ihr die Region, die Niederschlagswerte und natürlich eure eigenen Pläne, wie zum Beispiel Tierbeobachtungen, Wandern, Wassersport und andere Aktivitäten, berücksichtigen. Südafrika ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert!

Ihr möchtet Südafrikas Nachbarn besuchen? Die beste Reisezeit für Namibia, die beste Reisezeit für Botswana und die beste Reisezeit für Mosambik haben wir ebenfalls sehr ausführlich beschrieben und unsere eigenen Erfahrungen geschildert.

Ihr kennt Südafrika aus eigenen Reisen? Welche Reisezeit hat euch am besten gefallen oder habt ihr weitere Tipps?

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Daniel

Nach einem Praktikum in der Tourismusbranche in Kapstadt und einer Rundreise durch Namibia und Botswana bis hin zu den imposanten Victoria Fällen entdeckte er sein Herz für das südliche Afrika und die Leidenschaft für Land und Leute packte ihn. So gründete er bereits während des Studiums Madiba.de und schrieb seine Diplomarbeit über den Reisemarkt Südafrika. Seither unternimmt er 2-3 Reisen jährlich ins südliche Afrika und besucht jedes Jahr in Durban die größte Reisemesse Afrikas, um sich über die neuesten Entwicklungen auf dem afrikanischen Reisemarkt zu informieren. Auszüge aus seiner bisherigen Reiseliste lassen die Herzen von Afrikaliebhabern höher schlagen: Garden Route – Wild Coast – KwaZulu-Natal – Swaziland – Krüger Park – Panoramaroute – Madikwe – Sossusvlei – Fish River Canyon – Etosha National Park – Kalahari – Okavango Delta – Chobe National Park uvm… Somit bringt er ausreichend persönlichen Erfahrungen, auch über die einzelnen Unterkünfte, in das Unternehmen, um Ihnen eine wunderschöne Reise nach Südafrika, Namibia, Botswana, Sambia oder Mosambik fern ab vom Massentourismus zu gestalten.

    7 Comments

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    3. Magdalena

      23. Juni 2017 at 11:54

      Zunächst wollten wir Südafrika im Januar erkunden, ist irgendwie eine typische Entscheidung für Touristen aus Deutschland. Haben uns nun allerdings für einen Besuch im Oktober entschieden.

      Gefallen hat uns die Blütenbracht. Da wir die Garden Route fahren werden – wohlgemerkt im Oktober 2018! Das Wetter scheint im Oktober auch noch sehr angenehm zu sein. Laut eurer Tabelle sind 16°C typisch. Das ist sicherlich aushaltbar.

      Wir wollen auch den Tsitsikamma Nationalpark besuchen und haben gelesen, dass es bis Oktober ab und an zu Regenschauern kommen kann. Aber wann hat man schon das ideale Wetter? Ansonsten ist es ja dort das gesamte Jahr über relativ mild und aushaltbar.

      Wir gehen nun davon aus, dass wir mit Oktober nicht viel falsch machen.

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