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Die Schönsten Rafting & Kajakstrecken Im Südlichen Afrika
White Water Rafing Victoria Falls

Kajaking und White Water Rafting bieten die Möglichkeit eine Region aus einer vollkommen anderen Perspektive kennenzulernen und lösen deshalb bei Naturliebhabern große Begeisterung aus. Wer diese Wassersportarten bereits liebt oder erst noch kennenlernen möchte, muss auch im südlichen Afrika nicht darauf verzichten.

Rafting & Kajaktouren im südlichen Afrika

Geführte Kanutouren bieten den Vorteil, dass man meistens bereits vor dem Start ein Briefing mit allen Sicherheitshinweisen und Regeln erhält. Man muss sich dementsprechend im Vornherein nicht zwangsläufig über die Bedingungen vor Ort erkundigen und kann sich in einer Gefahrensituation auf das Eingreifen des erfahrenen Guides verlassen. Außerdem kann die benötigte Ausrüstung ausgeliehen werden und unterliegt der ständigen Kontrolle, weshalb sie sich  stets in einem sehr guten Zustand befindet. Die Fortbewegungsmittel (Kanus, Rafts, Lilos, Tubes etc.), Helme, Schwimmwesten, Trinkwasser und wasserdichte Taschen werden von allen folgenden Anbietern für Kanu- und Raftingtouren kostenfrei zur Verfügung gestellt. In der Vorbereitung auf das Abenteuer sollte man jedoch selbst daran denken, sich an das Wetter und Wasser angepasst zu kleiden oder Neoprenanzüge- und Oberteile gegebenenfalls gegen eine Gebühr auszuleihen.

Victoria Falls (Sambia) – White Water Rafting auf dem Zambezi River

Die berühmten Victoria Falls sind die breitesten Wasserfälle der Welt und Teil des Sambesi Flusses, der an dieser Stelle über 100 Meter in die Tiefe stürzt. Der Sambesi (auch: Zambesi) fließt als viertlängster Fluss Afrikas und längster Fluss des südlichen Afrika durch insgesamt 6 Länder und verläuft dabei auch entlang der gesamten Grenze zwischen Sambia und Simbabwe.

Der Anbieter „Safpar“ bietet seit fast 30 Jahren halb-, ein- und mehrtägige Kanu- und Raftingtouren ab einem Mindestalter von 12 (Kanu) und 15 Jahren (Rafting) an. Professionelle Kameramänner begleiten jede Tour, weshalb jeder das einmalige Erlebnis am Ende in Form von Fotos oder Videos mit nach Hause nehmen kann.

Zum halbtägigen Kanuausflug werden die Teilnehmer, wie auch bei allen anderen Touren, an der Unterkunft abgeholt, bevor alle gemeinsam von der Victoria Falls Waterfront zur Einstiegsstelle flussaufwärts gebracht werden. Dort erhalten alle Kanuten eine kurze Sicherheitseinführung sowie ein Paddeltraining. Während der Kanusafari können mit ein wenig Glück Flusspferde, Krokodile, Wasserböcke, Giraffen, Antilopen, Löwen, Leoparden, Hyänen und viele weitere Arten bestaunt werden. Nach der insgesamt 10 km langen Tour endet die Safari gegen 12 Uhr mit dem Rücktransport zur Unterkunft. Die ganztägige Tour dagegen beinhaltet zusätzlich ein gemeinsames Mittagessen, welches auf einer kleinen Insel im Zambezi River eingenommen wird. Diese Tour endet gegen 16 Uhr und erstreckt sich auf 18 km den Fluss entlang. Wem das noch nicht genug ist, der kann eine zweitägige Tour inklusive der Mahlzeiten und freien Getränken sowie einer Übernachtung im Zweier-Zelt unter dem Sternenhimmel Afrikas buchen. Auf den Spuren des berühmten Afrikaforschers David Livingstone, der einst die Victoria Falls entdeckte, bleibt an diesen zwei Tagen viel Zeit, um die Flora und Fauna in und um den Sambesi zu erkunden. Alle Kanutouren bewegen sich im Wildwasser der Schwierigkeitsgrade I bis II und sind dementsprechend leicht befahrbar.

Der Zambezi River bietet jedoch auch ideale Bedingungen für das Wildwasser-Rafting mit dem höchsten Schwierigkeitsgrad (V), der im kommerziellen Wildwassersport befahren werden darf. „Safpar“ bietet Rafting-Touren über einen halben Tag, einen ganzen Tag, zwei Tage oder gar dreieinhalb Tage an. Von Januar bis August ist der Pegelstand des Sambesi jedoch so hoch, dass lediglich Halbtagestouren in den eher ruhigeren Gewässern mit einer Rückkehr bis 15 Uhr angeboten werden können. In allen anderen Monaten starten die Halbtagestouren unter den Victoria Falls und werden vormittags zu den Rapids #1 bis #11 und nachmittags zu den Rapids #11 bis #25 angeboten. Rapid #18 ist weltbekannt und gilt als besonders aufregend, da er aus gleich drei Wellen besteht und die meisten Rafts mit einer 180°-Drehung zum Durchkentern bringt. Während des Tagesausflugs werden auf einer scheinbar nie enden wollenden Achterbahnfahrt alle Rapids #1 bis #25 durchquert. Der zweitägige Trip beinhaltet zusätzlich eine Übernachtung am weißen Sandstrand der Zambezi Campsite und den Besuch der Lower Moemba Falls am nächsten Tag, gefolgt von einer Wanderung aus der Schlucht hinaus und dem Rücktransport zur jeweiligen Unterkunft. Die dreieinhalbtägige Tour führt am ersten Tag von den Victoria Falls über die anspruchsvollen ersten Rapids zur Übernachtung bei Rapid #10. Am zweiten Tag werden alle Stationen bis zur nächsten Übernachtung bei Rapid #26 bezwungen. Von dort aus wird die Tour durch die Batoka Schlucht zu den Moemba Falls fortgesetzt, wo die Rafter ihre letzte Nacht im Freien zwischen den Lower und den Upper Moemba Falls verbringen.

Anzumerken ist, dass sich an Rapid #25 eine Seilbahn befindet, die alle Rafter bequem aus der Schlucht befördert, daher sind die halbtägigen Touren am Nachmittag und die ganztägigen Touren besonders für diejenigen geeignet, die sich keine zusätzliche, steile Wanderung von Rapid #10 ausgehend 200 m aus der Schlucht hinaus zutrauen. Ein besonderes Highlight kann jedoch auch in Form eines Helikopterflugs aus der Batoka Gorge heraus zu allen Touren hinzugebucht werden.

Für die extra Portion Adrenalin bietet „Safpar“ eine Kombination aus Rafting und Riverboarding an. Um zusätzlich zum Wildwasser-Rafting auf Bodyboards die stehenden Wellen des Sambesi zu surfen ist lediglich eine durchschnittliche Fitness notwendig; Erfahrungen im Surfen sind jedoch von Vorteil. Es werden für alle Aktivitäten in den kälteren Monaten Neoprenoberteile kostenfrei zur Verfügung gestellt. Touren mit mindestens einer Übernachtung beinhalten außerdem die Bereitstellung von Zelten und Matratzen, Schlafsäcke müssen bei Bedarf mitgebracht werden.

„Safpar“ bietet außer den bereits beschriebenen Touren The Zambezi Experience (5 Nächte) und  The Ultimate Livingstone, Zambezi & Chose Experience (8 Nächte) an und ist auf der Plattform tripadvisor auf Platz 1 der 35 Touren in Livingstone. Es gilt zu beachten, dass für die ein- und mehrtägigen Touren Termine festgelegt sind, die man auf der Webseite von „Safpar“ nachlesen kann.

Kanu Safari
Dauer: 5 bis 8 Std.
Preise: ab USD 150,-
Mindestalter: 12 Jahre

White Water Rafting
Dauer: ab 5 Std. bis 3 Tage
Preise: ab USD 150,-
Mindestalter: 15 Jahre

Orange River (Südafrika) – Kajaking und Rafting

Der Richtersveld Nationalpark zählt zu den jüngeren Nationalparks Südafrikas und beherbergt in seiner einzigartigen Bergwüstenlandschaft zahlreiche Antilopenarten, Bergzebras und sehr viele seltene Vogel-, Reptilien- und Schlangenarten. Der Orange River, in Afrika auch Oranje genannt, dessen Ufer besonders von schroffen, rotbraunen Bergen und Dünenfeldern gesäumt wird, ist Namibias südlicher Grenzfluss zu Südafrika und fließt durch den Richtersveld-Nationalpark. Er ist nach dem Sambesi der zweitlängste Fluss des südlichen Afrikas und dient insbesondere der Bewässerungswirtschaft zum Anbau von Wein und Zitrusfrüchten. Doch der Orange River bietet auch ein großes Potenzial für Safaris, Kajak- und Raftingtouren.

„Umkulu Adventures“ bietet beispielsweise eine siebentägige Kajaktour mit Übernachtungen und Mahlzeiten an. Die Tour startet am ersten Abend im ökologischen „The Growcery Camp“ mit einer Einführung und letzten Besprechungen und endet nach insgesamt 215 zurückgelegten Kilometern in Sendelingsdrif am Grenzübergang von Namibia zu Südafrika. Dort angekommen erfolgt der Transfer zurück zum „The Growcery Camp“ in etwa 4 bis 5 Stunden. Um diese Tour zu bestreiten sollte man bereits einiges an Erfahrung mitbringen, weshalb die Tour nur für fortgeschrittene Kanuten geeignet ist.

Im Rafting-Bereich bietet „Umkulu Adventures“ Ausflüge von einem halben bis zu sieben Tagen an. Die Halbtagestour, optional inklusive Mittagessen und Getränken, startet zwischen 8.30 und 9 Uhr morgens und beinhaltet je nach Pegelstand des Flusses 10-14 km Rafting. Sie bietet einen guten und entspannten Einstieg in die Umgebung des Orange River und die Möglichkeit zahlreiche Tiere zu beobachten und die felsige Landschaft zu entdecken. Einen kleinen Adrenalinschub können die Teilnehmenden sich schlussendlich noch beim Cliffjumping holen. Die für die ganze Familie geeignete Tagestour ist ähnlich aufgebaut, startet aber bereits am Abend zuvor im „The Growcery Camp“ mit der Vorbereitung. Während der 14 bis 22 km langen Fahrt gibt es einen Mittagsstop mit Picknick am Rande des Orange River, Cliffjumping und eine entspannte Rückreise zum Camp. Die zweitägige und alle folgenden Touren sind eine Kombination aus Rafting, Wanderung und Outdoor-Camping. Die Tour beginnt an Tag 1 um 14.30 Uhr mit der Fahrt zur Sandbank, von welcher aus man das Nababeep Reservat überblicken kann. Am Buschcamp angekommen werden die Zelte für die Nacht aufgebaut, bevor die Gruppe zu einer gemeinsamen Wanderung im Sonnenuntergang aufbricht. Das Abendessen wird über dem offenen Feuer zubereitet und in gemeinsamer Runde eingenommen. Am nächsten Morgen wird nach dem Frühstück der Rückweg zum Camp über den Fluss angetreten. Der viertägige und der sechstägige Ausflug sind ähnlich aufgebaut und beinhalten zusätzlich das optionale Schwimmen im Fluss, mehrere Wanderungen entlang des Orange River, alle Mahlzeiten am offenen Feuer und den Transfer von der Aussenkehr Farm, dem Ziel der Tour, zurück zum Camp. Die fünftägige Tour beginnt mit dem Abendessen im „The Growcery Camp“ oder im „Norotshama River Resort“. Während die bisher vorgestellten Angebote eher als gemächliche Safari gestaltet sind, kann man hier innerhalb von fünf Tagen die wilde Seite des Orange River mit Schwierigkeitsgraden von I bis III kennenlernen. Während dieses Trips wird der Transfrontier Park durchquert, vorbei am Fish River und mit Übernachtungen in den Camps De hoop und Potjiespram. Am Ende der Tour, etwa 4 km vor Sendelingsdrif, erfolgt der Rücktransport zur Norotshama Lodge, um dort den letzten Abend ausklingen zu lassen.

Zur optimalen Vorbereitung auf alle Touren, die vier und mehr Tage umfassen, bittet „Umkulu Adventures“ um die Einhaltung einer Packliste, damit eine Überladung der Rafts vermieden wird.

Prinzipiell ist jede der Touren aufgrund geringer bis mittlerer Schwierigkeitsgrade von I bis III für Anfänger und Kinder geeignet. Es sollte jedoch beachtet werden, dass Ausflüge ab 2 Tagen einige Wanderungen beinhalten. Im Rahmen des 2 Day Wet and Wild Adventure wird zudem das Rafting an Tag 1 um eine 2- bis 3-stündige Wanderung und eine 4 x 4 Safari an Tag 2 ergänzt. Dies bietet die Möglichkeit die ganze Bandbreite des Richtersveld Nationalparks und des Orange Rivers in kürzester Zeit zu erkunden.

Orange River Rafting
Dauer: ab 3 Std. bis 6 Tage
Preise: ab ZAR 550,- bis ZAR 4.850,-
Mindestalter: ohne Begrenzung

Tsitsikamma Nationalpark (Südafrika) – Kajaking & Liloing im Storms River Mouth

Der Tsitsikamma Nationalpark in Südafrika bildet einen Teil des Garden Route National Parks, die sich an der Küste des Indischen Ozeans entlang durch drei Nationalparks in der Western Cape Region erstreckt. Während die Garden Route am Storms River Mouth an der Grenze zum Eastern Cape endet, führen die Wanderwege in den artenreichen Wäldern rund um Tsitsikamma den Besucher bis in die Provinz Eastern Cape hinein. Die imposante Landschaft ist geprägt von sattgrünen Wäldern und Hängen, schroffen Steilküsten und dem türkisblauen Meer. Wanderer finden hier zwei der schönsten und bekanntesten Trails Südafrikas, den 42km langen Otter Trail und den 60km langen Tsitsikamma Trail. Wer den vielfältigen Nationalpark nicht zu Fuß oder mit dem Auto durchqueren möchte, schnappt sich ein Kajak und begibt sich mit „Untouched Adventures“ auf eine rasante Fahrt durch die Schlucht des Storms River.

Bevor es losgeht geben die Guides eine zehnminütige Einführung mit wichtigen Hinweisen und dem Ablaufplan. Die Tour dauert 2 bis 3 Stunden, startet an der Hängebrücke am Storms River Mouth und führt zunächst in 20 bis 30 Minuten innerhalb des Mündungsgebietes des Storms River über das Meer zur Suspension Bridge. Lassen es die Konditionen nicht zu, die Tour über den Ozean hinweg zu starten, erfolgt vor dem Einstieg ins Zweier-Kajak ein kleiner Fußmarsch durch den Tsitsikamma Wald und über die 77 m lange Hängebrücke (Suspension Bridge). Spätestens dann jedoch startet die 30-minütige Paddeltour den Storms River hinauf. Den Abenteurern bleibt dabei genug Zeit, die spektakuläre Schlucht mit ihrem kaum greifbaren Ausmaß zu bestaunen. Mit den Kajaks wird eine Fledermaushöhle befahren, bevor es weiter den Fluss hinauf geht. An der flachsten Stelle werden die Kajaks für 30 Minuten gegen aufblasbare kleine Boote, die sogenannten Lilos, eingetauscht. Nach einem kurzen Gang über den steinigen, flachen Flussabschnitt lassen sich die Abenteurer auf den Lilos den Fluss entlang treiben. Während dieser naturnahen, mit allen Sinnen erlebbaren Erfahrung kann die faszinierende Landschaft bestaunt werden, bevor die Gruppe wieder zu den Kajaks zurückkehrt. Auf dem Rückweg zum Hafen sollte diese die letzte adrenalingeladene Aktivität nicht missen: Cliffjumping. Mit einem Sprung ins kühle Nass kann hierbei die Ruhe abgeschüttelt werden, mit der zuvor auf dem Wasser vor sich hingetrieben wurde. Wem das zu waghalsig ist, kann dem 20-minütigem Spektakel vom Wasser aus zusehen und danach gemeinsam mit der Gruppe zum Ausgangspunkt zurückkehren. Bei sehr schlechten Witterungsbedingungen behält sich „Untouched Adventures“ vor, auf die alternative Tour Wandern, Kajak und Lilo zurückzugreifen.

„Untouched Adventures“ bietet zudem auch Schnorchel- und Tauchtouren an und wurde im Rahmen der „The Lilizela Tourism Awards“ in der Eastern Cape Region als „Best Tourism Adventure Experience“ (2014), „Best Ocean, Beach & Marine Experience“ (2015) und „Best Adventure Experience“ (2017) ausgezeichnet. Im Jahr 2017 zählen sie auch zu den mit dem „Certificate of Excellence“ ausgezeichneten Anbietern der Reiseplattform tripadvisor und werden von vielen weiteren Reiseseiten empfohlen.

Kayak and Lilo Adventure
Dauer: 2-3 Stunden
Preise: ZAR 550,- (zzgl. Eintritt in den Nationalpark: ZAR 216,- (Erwachsener) / ZAR 108,- (Kind bis 11 Jahre)
Mindestalter: 5 Jahre (bitte vorher anfragen)

Kapstadt (Südafrika) – Kajaking Three Anchor Bay

Die zweitgrößte und älteste Stadt Südafrikas ist sicher jedem Reisenden ein Begriff. Gelegen an der Tafelbucht und bekannt für das Wahrzeichen der Stadt, dem Tafelberg, bietet Kapstadt eine einzigartige Mischung aus Großstadtflair, Berglandschaft und afrikanischer Kultur. Die ideale Lage eignet sich auch hervorragend zum Betreiben diverser Wassersportarten.

Kaskazi Kayaks and Adventures“ bietet daher im nordwestlich gelegenen Stadtteil Three Anchor Bay täglich 3 bis 4 geführte Kajaktouren und Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene an. Die einzigartige Kulisse offenbart den Kanuten während des zweistündigen Ausflugs einen vollkommen neuen Blick vom Atlantischen Ozean auf den Tafelberg und das Stadion. Außerdem besteht insbesondere morgens die Möglichkeit Delfine, Seehunde, Pinguine und sogar Wale zu sehen. Die Kajaktour ist bestens geeignet für Interessierte ohne Vorerfahrung. Im Anschluss daran besteht jedoch die Möglichkeit einen fortgeschrittenen Kurs zu besuchen, um mehr über das Paddeln und Manövrieren in schwierigeren Gewässern und die Meeres- und Wetterbedingungen zu lernen. Die Kurse finden jeden Samstagmorgen mit einer maximalen Anzahl von 5 Personen statt.

Guided Kayak Adventure
Dauer: ca. 2 Std.
Preise: ZAR 400,-
Mindestalter: 6 Jahre

Komati River (Swasiland) – White Water Rafting Great Usutu River

In Swasiland (auch: Swaziland), dem zweitkleinsten Staat Afrikas, kann der Besucher kulturellen und landschaftlichen Reichtum auf gerade einmal 17.000 km² erleben. Das kleine, seit 1968 unabhängige Königreich grenzt an Südafrika und Mosambik, ist für seine afrikanisch-traditionalistische Lebensweise bekannt und bietet besonders Naturliebhabern und Wanderern einige hervorragende Natur- und Wildreservate.

Das Wildwasserfahren wird in dieser Gegend täglich von „Swazi Trails“ auf den beiden größten Flüssen des Landes mit Rapids der Schwierigkeitsgrade II bis IV angeboten. Wenn die Bedingungen es zulassen, finden die Rafting-Touren auf dem Great Usutu (auch: Usuthu oder Lusutfu River) statt. Der Wasserpegelstand des Flusses unterscheidet sich je nach Saison sehr stark. Wenn das Wildwasserfahren nicht auf dem Usuthu stattfinden kann, findet man die Rafts von „Swazi Trails“ auf dem Komati River, auch Nkomati oder Nkomazi genannt. Alle Touren starten in Mantega im Ezulwini-Tal auf halber Strecke zu beiden Flüssen mit einer 45- bis 60-minütigen Fahrt zu dem jeweiligen Startpunkt, bei welchem alle Teilnehmenden eine Sicherheitseinführung erhalten.

Ein halbtägiger Trip beginnt etwa 9.30 Uhr auf dem Great Usutu, dem längsten Fluss Swasilands und führt die Rafter in der Bulungapoort Region zwischen den Dörfern Sidvokodvo und Siphofaneni entlang. Wenn der Pegelstand des Great Usutu während der lower water season sehr niedrig ist, werden zahlreiche Inseln und Sandbänke sichtbar, die den Besuchern in der full water season verborgen bleiben. Die Rafter bewegen sich zwischen hohen Bergen und bewachsenen Ufern fort und kehren gegen 14 Uhr zum Ausgangspunkt in Mantega zurück. Der ganztägige Ausflug beginnt ebenfalls etwa 9.30 auf dem Great Usutu und führt die Teilnehmenden auf einer 7 km langen Strecke durch verschiedene Rapids. Mittags gibt es ein gemeinsames Picknick nahe der Holomi Falls, unter welchem die Schlauchboote im Anschluss auch hindurchfahren. Die Weiterfahrt verläuft bis auf den Zambesi Rapid recht ruhig und führt die Rafter nach 7 km zum Zielpunkt auf einen Sandstrand. Bei hohem Wasserpegel ist eine längere Fahrt um nochmals 7 km durch einige weitere Wasserfälle und Rapids möglich. Der Trip endet im Sonnenuntergang mit Snacks und Getränken am Flussufer und dem einstündigen Transfer zurück zum Ausgangspunkt.

Mehr als nur Wildwasserfahren kann man bei der dritten Tour von „Swazi Trails“. Die Kombination aus Wildwasser-Rafting und Abseilen oder Tubing ist besonders geeignet für Abenteurer, die die Abwechslung lieben und verschiedene Aktivitäten an einem einzigen Tag ausprobieren möchten. Bis zum Picknick neben den Holomi Wasserfällen gleicht dieser Ausflug dem White Water Rafting Tagestrip. Im Anschluss daran geht es jedoch je nach Belieben mit Abseilen oder Tubing weiter. Es können die Grundlagen des Abseilens erlernt und an den Hängen entlang der Holomi Falls angewandt werden. Adrenalin-Junkies können sich dabei auf einige Sprünge während des Abseilens freuen. Beim Tubing fahren die Teilnehmer auf Schlauchreifen unter den Holomi Wasserfällen weiter den Fluss entlang. Die Tour endet, ebenso wie die Tagestour, mit sundowner drinks und Snacks am Flussufer.

White Water Rafting
Dauer: ca. 5 Std. bis 8 Std.
Preise: ab ZAR 2.200,-
Mindestalter: 12 Jahre

Robberg Nature Reserve (Südafrika) – Kajaking an der Garden Route

Plettenberg Bay, auch Plettenbergbaai geschrieben oder Plett abgekürzt, ist einer der schönsten Badeorte Südafrikas und entlang der Garden Route ein beliebtes Ziel für Urlauber. Die Bucht wird durch das Robberg Nature Reserve, welches als 3,5 km lange Halbinsel in das Meer hineinragt, vor schwerer Brandung geschützt. Die am Indischen Ozean liegende Plettenberg Bay ist berühmt für die große Seebären-Kolonie sowie Delfin- und Walbeobachtungen, besonders in der Zeit von Juli bis Anfang November.

Ocean Blue Adventures“ bietet das Kajakfahren für Anfänger in der Plettenberg-Bucht auf dem Indischen Ozean an. Der Besucher bekommt die Möglichkeit, Delfine direkt neben dem Kajak schwimmen zu sehen und die Seebärenkolonie im Robberg Nature Reservat aus nächster Nähe zu beobachten. Dabei erhält er vom Guide umfangreiche Informationen über das Reservat und die Flora und Fauna der Region. Nach der etwa zweistündigen Tour stehen Tee und Kaffee zum Verzehr zur Verfügung.

Sea Kayaking
Dauer: ca. 1,5 bis 2 Std.
Preise: ZAR 300,-
Mindestalter: 12 Jahre

Lake Sibaya (Südafrika) – Kajaking auf dem See

Der Sibaya-See ist mit 77 km², einer durchschnittlichen Tiefe von 13 m und einer maximalen Tiefe von über 40 m der größte natürliche Süßwassersee Südafrikas. Er liegt im nördlichen Teil des iSimangaliso-Wetland-Parks, einem Nationalpark an der Ostküste der südafrikanischen Provinz KwaZulu-Natal.

Die „Thonga Beach Lodge“ bietet ihren Besuchern jeden Morgen einen Kajakausflug auf dem Lake Sibaya an. Die Gäste werden innerhalb von 20 Minuten zu dem See gefahren, wo sie ohne zusätzliche Kosten an einer geführten Kajaking-Tour teilnehmen können. Während des frühmorgendlichen Paddelns besteht die Möglichkeit Flusspferde und Krokodile zu sehen und insbesondere im Sihadla Kanal eine Vielzahl verschiedener Vogelarten zu beobachten. Die idyllische Tour endet nach etwa 2 Stunden mit dem Transfer zurück zur Lodge.

Die „Tonga Beach Lodge“ wurde 2017 mit dem „Certificate of Excellence“ der Reiseplattform tripadvisor ausgezeichnet und hat hervorragende Gästebewertungen.

Kayaking on Lake Sibaya
Dauer: ca. 2 Std.
Preise: im Übernachtungspreis der Unterkunft inbegriffen
Mindestalter: 12 Jahre

Kanu, Kanadier oder Kajak?

Als Kanus werden fachspezifisch alle Paddelboote, also Boote mit denen man in Blickrichtung paddelt, bezeichnet. Diese kann man wiederum in Kanadier und Kajaks unterscheiden.

Im meist offenen Kanadier finden zwei oder mehr Personen auf Sitzbänken Platz, weshalb es äußerlich eher an ein Ruderboot erinnert. Familien – oft auch mit Hund – sind auf gemütlichen und längeren Kanu-Wandertouren gern im Kanadier unterwegs, da er geräumiger und kippstabiler als ein Kajak ist. Außerdem können sich die Kleinsten der Familie je nach Laune ausruhen oder mit Hilfe eines Kinderpaddels selbst aktiv werden.

Der Kajak ist für eine oder zwei Personen geeignet und kann schnell und wendig durch die Gewässer manövriert werden. Er ist zwar nicht so kippstabil wie ein Kanadier, bietet dafür aber auf windigen Wasserflächen wenig Angriffsfläche, da er flach auf dem Wasser aufliegt. Somit ist er auch für Fahrten auf dem offenen Meer geeignet. Mit dem Kajak können sowohl ruhige als auch rasante Touren mit hoher Geschwindigkeit unternommen werden.

Rafting – nicht nur in Afrika

Wer neben der sportlichen Betätigung und dem Freizeitspaß das besondere Abenteuer sucht, kann sich im Wildwasser-Rafting ausprobieren. In den klassischen Schlauchbooten (= Rafts) können in einer Gruppe von bis zu zwölf Personen Flüsse mit Rapids unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade befahren werden. Rapids ist die englische Bezeichnung der einzelnen Stromschnellen und damit Stationen eines wilden Flusses. Sie wurden von I bis VI klassifiziert und können sich je nach Saison und Wasserpegelstand ändern.

Eine Stromschnelle des Schwierigkeitsgrades I besteht aus sich bewegendem Wasser und sehr kleinen Wellen. Der Schwierigkeitsgrad II bezeichnet Stationen mit kleinen, regelmäßigen Wellen und sehr gut sichtbaren Durchfahrtskanälen. Hierbei kann ein wenig Manövrieren notwendig werden. Präziseres Manövrieren ist bei Stromschnellen der Klassifikation III notwendig. Sie bestehen meist aus hohen, unregelmäßigen Wellen und engen Durchfahrtswegen. Lange und schwierige Stromschnellen mit verengten Kanälen bezwingt der Rafter beim Schwierigkeitsgrad IV. Das wirbelnde Wasser ist hier sehr unruhig und muss mit Hilfe komplexen Manövrierens durchfahren werden. Dabei ist der Kurs schwierig zu bestimmen und muss oftmals erst auskundschaftet werden bevor der Raster die Stromschnelle bewältigen kann. Stromschnellen der Klassifikation V sollten zunächst vom Ufer aus auskundschaftet werden. Die Stationen bestehen aus extrem schwierig befahrbaren, langen, gewaltsamen Stromschnellen mit überschwemmten Routen, die daher äußerst schwierig erkennbar sind. Die Klassifikation V stellt den höchsten Schwierigkeitsgrad für das kommerzielle Wildwasserfahren dar. Stromschnellen der Kategorie VI sind sehr gefährlich und werden nur von erfahrenen Experten in der Gruppe befahren. Es ist nahezu unmöglich diese zu durchqueren, weshalb an dieser Stelle Lebensgefahr besteht.

Das Wildwasserfahren ist auch allein oder zu zweit in einem Kanadier oder Kajak möglich, bietet sich jedoch bei erhöhtem Schwierigkeitsgrad eher für erfahrene Kanuten an. Natürlich gibt es im Expertenbereich auch auf spezielle Gegebenheiten ausgerichtete Kanus, beispielsweise den Seekajak oder den Rennkanadier.

Kanu Funsport in Deutschland

Ihr möchtet nicht erst bis nach Afrika reisen und schon in heimischen Gefilden Kanutouren unternehmen oder ein Kajak kaufen? Dann empfehlen wir euch den Kajak-Shop Kanu-funsport in Leipzig nahe der A9. Dort könnt ihr euch bereits vor Ort (unter folgender Adresse: Hallesche Str. 1 in 04159 Leipzig-Stahmeln) die Boote anschauen und probesitzen. Ihr findet dort preisgünstige Einsteigerkajaks, Kanus, Touren- und Wanderkajaks und natürlich das passende Paddel-Zubehör. Spritzdecken, Paddel, Packsäcke, Rettungswesten – alles was man zum Paddeln braucht. Einige der Kajaks stehen auch zum Verleih bereit.

„Dress for water, not for air“ – Sicherheit auf dem Wasser

Zu jedem Abenteuer gehört auch ein grundlegendes Know-How an Sicherheitsregeln. Eines der größten und am wahrscheinlichsten auftretenden Risiken nach dem Kentern ist die Gefahr eines Kälteschocks bei einem hohen Temperaturunterschied zwischen Luft und Wasser. Kraft und Motorik schwinden im Schockzustand rasant. Daher gewöhnen sich viele Kanuten während einer Tour von Zeit zu Zeit mit einer Eskimorolle an das kalte Wasser. Dabei wird der Kajak durch eigene Kraft mit einer horizontalen 360°-Drehung zum Durchkentern und direkt wieder in die Ausgangsposition gebracht. In sehr kalten und gefährlichen Gewässern, in denen man im Zweifelsfall sehr lange auf die Rettung wartet, gehören ein Helm, eine ohnmachtssichere Rettungsweste, Paddelhandschuhe und Neoprenhaube sowie -anzug oder gar Trockenanzug inklusive dicker Unterbekleidung zur Ausrüstung dazu. In ruhigen Gewässern sollte man aber mindestens eine Schwimmweste, einen Wurfsack (mit Rettungsseil und Karabinerhaken) und ein vor Wasser geschütztes Mobiltelefon mit sich führen. Die gesamte Ausrüstung sollte natürlich vor dem Start stets auf Vollständigkeit und Funktionstüchtigkeit überprüft werden.

So kalt das Wasser auch ist, so stark kann den Kanuten dennoch die Hitze über Wasser treffen. Auf einen ausreichenden Schutz vor der Sonne durch Sonnenschutzmittel, Sonnenbrille und atmungsaktive Kleidung, um einen Hitzestau zu vermeiden, sollte daher ebenso geachtet werden wie auf eine ausreichende Hydrierung durch regelmäßige Flüssigkeitsaufnahme.

Prinzipiell ist man in der Gruppe sicherer unterwegs und sollte Absprachen treffen, wie sich in Gefahrensituationen verhalten wird, da auf unterschiedliche und im Bestfall vorher trainierte Rettungsmaßnahmen zurückgegriffen werden kann. Zur Sicherheit im Kanusport gehört ebenfalls, sich über hiesige Befahrungsregelungen und Pegelstände der Flüsse zu informieren, da zu mancher Jahreszeit nur bestimmte Stellen befahren werden dürfen, die einen Mindestpegelstand aufweisen müssen. Wehre, Staumauern, aber auch Geäst im Fluss können zudem schwer ersichtliche Gefahrenquellen bilden, durch deren geänderte Strömungsverhältnisse und Rückströmungen sich der Kanut unwissend einer gefährlichen Situation aussetzt.

Wie bei jeder sportlichen Freizeitbeschäftigung gilt jedoch auch beim Kanufahren: Wenn man sich gut vorbereitet, an die grundsätzlichen Regeln hält und seine Umgebung stets aufmerksam beobachtet, bleibt das Risiko gering und der Spaß an der Sache steht im Vordergrund!

Zusammenfassend gilt:

  • Befahrungsregelungen, Binnenschifffahrts- und Seeschifffahrtsstraßenverordnungen müssen beachtet werden
  • Erkundigungen über Gefahren müssen eingeholt werden (Wehre, Wetter, Wasserstand)
  • gesundheitliche Schutzmaßnahmen (Schwimmweste, Helm, Sonnenschutz etc.) sind zu treffen
  • regelmäßige Mahlzeiten und eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr sind bei sportlicher Betätigung besonders wichtig
  • Nichtschwimmer stellen ein höheres Risiko dar
  • Gruppentouren sind sicherer

Vanessa

Vanessa liebt das Schreiben als Ausgleich zum Medienmanagement-Studium und bereichert den Blog daher mit spannenden Themen rund um das südliche Afrika. Im Studium wie auch privat interessiert sie sich besonders für die interkulturelle Zusammenarbeit und Kommunikation. Das Reisen stellt eine ihrer größten Leidenschaften dar und führte sie bereits in den Norden und Westen des afrikanischen Kontinents. Der Süden wird somit sicher ebenfalls nicht mehr lange auf sich warten lassen!

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