Afrika erleben

Nelson Mandela

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Kaum ein Mensch hat in unserer Zeit die Weltpolitik so beeinflusst wie Nelson Mandela.

Das Leben des Nelson Mandela

Es war der beeindruckendste Moment der Fußball Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika – begleitet von seiner Frau Grace Machel wurde Nelson Mandela kurz vor Beginn des Finalspiels Spanien gegen Niederlande durch die beeindruckende Kulisse des Soccer City Stadions gefahren. In diesem Moment jubelten ihm nicht nur die 80.000 Fußball Fans frenetisch zu, ganz Südafrika erhob sich und erwies „dem wohl letzten echten Held“, wie ihn sein Vertrauter Richard Stengel in seiner jüngsten Biografie nennt, die Ehre.

Nelson Mandela, Südafrikas Nationalheld, feiert nun heute am 18. Juli 2010 seinen 92. Geburtstag. Diesen feierlichen Anlass will er, so hat er es sich gewünscht, im Kreise der Familie zu Hause in Johannesburg erleben.

Damals, am 18. Juli 1918, als Nelson Mandela zur Welt kam wurde er von seinem Vater Rolihlahla genannt. In der Sprache der Xhosa ist das ein liebevoller Ausdruck für „Unruhestifter“. Doch später lernte die Welt diesen Jungen unter dem Namen Nelson kennen – seinen englischen Namen. Den Namen Nelson erhielt Mandela an seinem ersten Schultag von seinem Lehrer – nicht umsonst, denn sein ganzes Leben lang hat Mandela im allerbesten Sinne des Wortes Unruhe gestiftet.

Eine Besonderheit von Mandela ist, dass er sich schon in jungen Jahren als Anwalt in Johannesburg für die Schwächeren einsetzte. Genauso energisch bekämpfte er in jungen Jahren die Apartheid in Südafrika und verbrachte fast 27 Jahre im Gefängnis, weil er für seine Überzeugung eingetreten ist. Er kämpfte dafür, dass jeder, aber auch wirklich jeder Südafrikaner ein Recht darauf hat, zur Wahl gehen zu dürfen. Nach seiner Freilassung 1990 führte er Südafrika zu seinen ersten freien und fairen Wahlen. Am 9. Mai wurde er vom neuen Parlament zum ersten schwarzen Präsidenten des Landes gewählt. Als sein zweiter Sohn Makgatho Mandela am 6. Januar 2005, im Alter von 54 Jahren, in Johannesburg an den Folgen der Immunschwächekrankheit AIDS starb, nahm er diesen Schicksalsschlag zum Anlass, sein Land über die Krankheit Aids aufzuklären. Er kämpfte für die Armen und engagierte sich für gleichen Zugang zu Bildung. Er forderte die Welt auf, gemeinsam und mit Entschlossenheit gegen die Armut und Rassentrennung zu agieren – Taten sollten folgen – nicht nur Worte.

Und er hat der ganzen Welt gezeigt, wie viel doch ein einzelner „Unruhestifter“ bewegen kann. Nach 27 Jahren Gefängnis seinen Peinigern zu vergeben und ein Land zu vereinen, das auch im Bürgerkrieg hätte enden können, ist wohl die größte Leistung dieser „Ikone der Menschlichkeit“. Ob Schwarze, Weiße oder Farbige, ein ganzes Land verehrt einen Mann, der sein Leben dem Freiheitskampf und der Versöhnung gewidmet hat. Südafrika wäre heute ein anderes Land, würde es diesen Mann nicht geben und jeder Südafrikaner ist sich diesem bewusst!

Für Madibas 92. Geburtstag ist nun ein feierliches Geburtstagsständchen, gesungen von 95 Kindern aus Mandelas Geburtsort Mvezo und Qunu, geplant. Dies teilte ihm sein Enkel Nkosi Zwelivelile Mandela in Johannesburg mit. Außerdem haben die Vereinigten Nationen am Geburtstag des Friedensnobelpreisträgers, dem 18. Juli, zum internationalen „Nelson- Mandela-Tage“ ausgerufen.

Sein Leben lang hat Nelson Mandela unerbittlich für Gerechtigkeit und gegen Armut gekämpft. Wir, das <span style=“text-decoration: underline;“><a href=“https://www.madiba.de“ target=“_blank“>Madiba.de – Team</a></span>, möchten ihm nun ganz herzlich zu seinem 92. Geburtstag gratulieren und ihm unserer Dankbarkeit und Anerkennung aussprechen.

Happy Birthday Madiba!

Happy Birthday to you
Happy Birthday to you
Happy Birthday dear Tata
Happy Birthday to you
We love you Tata
We love you Tata
We love you dear Tata
Happy birthday to you.

Nelson Mandela
Nelson Mandela. Nelson Mandela. Ha hona ya tshwanang le wena. x2
Ha hona ya tshwanang le wena, ha hona ya tshwanang le wena. X2
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Nelson Mandela thina siyakuthanda unguTata wethu. UTata wethu.
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HIP HIP HOORAY!!!

Nelson Mandela Day

Filme mit und über Nelson Mandela

Mandela: Der lange Weg zur Freiheit – Eine eindrucksvolle Biografie

 Mit dem Film „Mandela – Der lange Weg zur Freiheit“ kommt nun seine außergewöhnliche Lebensgeschichte auf die Leinwand und setzt dem Verstorbenen Bürgerrechtler ein würdiges Denkmal.

Es gibt sehr wenige Menschen auf der Welt, die den Namen Nelson Mandela noch nie gehört haben – und wenige, die ihm nicht mit Respekt begegnen. Aber wie verfilmt man das Leben einer so bedeutenden Persönlichkeit? Regisseur Justin Chadwick erzählt in „Mandela – Der lange Weg zur Freiheit“ den beschwerlichen Weg von Mandela zum Nationalhelden und ersten schwarzen Präsidenten von Südafrika.

Mandela - Der lange Weg zur Freiheit Trailer

„Mandela – Der lange Weg zur Freiheit“ Trailer

Würdevoll, jedoch in keiner Weise glorifizierend, sollte die Biografie werden. Diese schwierige Gratwanderung ist Chadwick, bekannt durch seinen Film „Die Schwester der Königin“, durchaus geglückt. Entstanden ist ein bewegender Film, welcher bildgewaltig die persönliche Geschichte eines Mannes porträtiert, der entgegen aller Widerstände konsequent für sein Land und ein besseres Leben für die schwarze Bevölkerung kämpft. Aber Chadwick zeigt auch die menschliche Seite von Mandela – einen Friedensnobelpreisträger, der trinkt, mit schönen Frauen flirtet und sich mit Schusswaffen und Bomben beschäftigt.

Im Jahr 2009 hatte sich bereits Clint Eastwood mit seinem Film „Invictus“ mit Nelson Mandela auseinandergesetzt. Damals spielte Morgan Freeman den ersten farbigen Präsidenten von Südafrika und verkörperte den Staatsmann eindrucksvoll in seinen Bemühungen, den Hass zwischen Schwarzen und Weißen zu überwinden. „Mandela – Der lange Weg zur Freiheit“ beruht nun auf der gleichnamigen Autobiografie von Nelson Mandela und schildert das gesamte Leben des Südafrikaners, beginnend während der Mannwerdung bei einem Initiationsritus in seinem Heimatdorf, über seinen Weg zum Freiheitskämpfer und die langen Jahre im Gefängnis, bis hin zur Vereidigung zum Präsidenten von Südafrika.

Der Film beginnt mit malerischen Aufnahmen von der Landschaft Südafrikas. In einem afrikanischen Dorf schminken sich junge Afrikaner für eine Zeremonie in einer Lehmhütte. Einer von ihnen ist Nelson. Den europäisch klingenden Namen hat ihm ein Lehrer an seinem ersten Schultag gegeben. Von seinem Vater wurde er zu Ehren seiner Herkunft aus der Königsfamilie der Thembu stattdessen Rolihlahla, „der Unruhestifter“, getauft. Doch Unruhe wollte er nicht stiften und ging für eine Ausbildung zum Juristen nach Johannesburg. In den 40er Jahre herrscht nach wie vor Apartheid und so wurde er selbst als Jurist nur als ein Mensch der zweiten Klasse betrachtet. Durch sein persönliches Erleben und das Schicksal von Freunden verliert Mandela den Glauben daran sich durch Bildung und harte Arbeit einen Platz in der (weißen) Gesellschaft zu verschaffen und tritt schließlich dem ANC, African National Congress, der einstigen Freiheitsbewegung und heutigen Regierungspartei bei. Er geht für die Rechte der schwarzen Bevölkerung auf die Straße und kämpft gegen Apartheid sowie britische Vorherrschaft in Südafrika. Mandela wird zu einem der Anführer und muss sein Familienleben mit seiner Frau Winnie, gespielt von Naomie Harris – bekannt aus „Skyfall“ sowie „Fluch der Karibik“, und den Kindern aufgeben und in den Untergrund gehen. Auf einer abgelegenen Farm, wo die Gruppe auch Bomben baut, werden sie entdeckt und verhaftet. Für Mandela beginnen 27 einsame und harte Jahre im Gefängnis auf der Insel Robben Island vor Kapstadt. Er muss in einem Steinbruch arbeiten – lebenslang lautet das Urteil.

Deutlich vermittelt der Film den intensiven Einfluss, den Mandela auf das südafrikanische Volk hatte, jedoch lässt sich das Bestreben der Filmemacher, bei einem solchen Leben wie dem von Mandela immer den richtigen Focus zu setzen nicht immer umsetzen. Der Wunsch so viel wie möglich seiner Biografie zu zeigen, sorgt an manchen Stellen für eine gehetzte und überzeichnete Erzählweise. Außerdem spart der Film, vermutlich aus Gründen der dramaturgischen Vereinfachung aus, dass der echte Mandela auch als Student schon politisch aktiv war und rebellierte.

Doch besonders durch Hauptdarsteller Idris Elba, zuletzt in „Prometheus“ und „Thor“ zu sehen, gewinnt der Protagonist seine charismatische Wirkung. Er trägt mit seiner kraftvollen und ideenreichen Darstellung den Film und macht Mandela zum weltweiten Symbol für friedlichen Widerstand. Außerdem altert er auf überzeugende Art und wenig plakative Weise, sowohl durch die gelungene Maske dargestellt, als auch durch seine reifere und später tattriger werdende Gestik und Mimik und macht somit Mandelas Entwicklung zum gütigen „Tata Madiba“ von Südafrika deutlich.

Nelson Mandela selbst hat den fertigen Film nicht mehr anschauen können, sondern bekam zu Hause im Voraus nur Auszüge zu sehen. Er war Anfang November 2013 bereits zu geschwächt, um bei der südafrikanischen Premiere in Johannesburg dabei zu sein. Als er am 5. Dezember 2013 im Alter von 95 Jahren verstarb, fand genau zu diesem Zeitpunkt die Europapremiere in London statt. Seine Tochter Zindzi Mandela, die bei der Premiere anwesend war, wurde noch während des Filmes von Tod ihres Vaters in Kenntnis gesetzt. Viele der prominenten Gäste erfuhren nach dem Abspann vom Tod des bedeutenden südafrikanischen Staatsmannes.

Am 30. Januar 2014 startet der 140 Minuten lange Film in den deutschen Kinos. Wer sich Mandelas Kampf für Freiheit, Gleichheit und Unabhängigkeit noch einmal deutlich vor Augen führen will, sollte sich diese poetische Liebeserklärung nicht entgehen lassen.

Eindrucksvolle Mandela Bücher

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Buch: Bekenntnisse Nelson Mandela

»Die Schätze meines Lebens.« Nelson Mandela

Dem Aufruf des charismatischen Friedensnobelpreisträgers zur Versöhnung folgten alle Südafrikaner. Zum ersten Mal öffnet Nelson Mandela, die Ikone der Freiheitsbewegung Südafrikas, sein privates Archiv.

»Ein Archiv zu haben heißt, ein Schatzhaus haben«, sagt Nelson Mandela. Erstmals macht der Vater der Regenbogen-Nation nun sein privates Archiv zugänglich: »Bekenntnisse« enthält die persönlichen Notizen, Tagebuchaufzeichnungen und Briefe aus über fünf Jahrzehnten seines Lebens. Darunter befinden sich nie veröffentlichte Dokumente wie die bewegenden Briefe an seine Frau Winnie aus der Zeit der Gefangenschaft auf Robben Island; die Korrespondenz mit den engsten Freunden; das Tagebuch, aus dem er nach dem Tod seines Sohnes Thembi die Kraft zum Weiterleben schöpfte; die Notizen und Betrachtungen, die er als erster schwarzer Präsident Südafrikas niederschrieb. Die privaten Schriften Mandelas erscheinen zeitgleich in 28 Ländern.

„<a href=“https://www.piper.de/buecher/bekenntnisse-isbn-978-3-492-96705-1-ebook“ target=“_blank“ rel=“noopener“>Bekenntnisse</a>“ erscheint im Piper Verlag und kann hier bestellt werden.

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Juliane

Hat Germanistik und Journalistik studiert und unterstützt Madiba.de vor allem mit Worten. Ihre Aufgabe ist es, den Blog mit allerlei Wissenswertem und spannenden Neuigkeiten aus Südafrika zu füttern. Das Land am südlichen Zipfel des afrikanischen Kontinents kennt Sie bis jetzt jedoch nur aus zweiter Hand. Aber die Natur und Kultur haben es ihr schon lange angetan und damit ist eine Reise in die Heimat der legendären „Big Five“ sicher auch nur noch eine Frage der Zeit.

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