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Die Shy Five sind schon eine besondere Herausforderung für eine Safari. Es erfordert viel Geduld und eine Portion Glück, diese Tiere zu finden. Wer tatsächlich alle fünf der Shy Five beobachten kann, reist mit einem ganz besonderen Erlebnis wieder nach Hause.

Die scheuen Fünf

Die Big Five will jeder Safari-Tourist gesehen haben. Von diesen imposanten und gefährlichen Tieren berichtet nahezu jeder Afrika-Reisende. Früher gejagt und als Trophäen nach Europa gebracht, sind sie heute zum Glück nur Fotomodelle. Löwe, Leopard, Elefant, Nashorn und Büffel bestaunt jedes Kind bereits im Zoo, und es ist ein besonderes Erlebnis, diesen Tieren Auge in Auge gegenüberzustehen.

Aber es gibt noch andere nicht weniger eindrucksvolle Lebewesen in Afrika zu entdecken. Da sind die Ugly Five, Warzenschwein, Marabu, Gnu, Hyäne, Geier, zugegeben, nicht gerade die Hübschesten, aber Schönheit ist relativ und liegt im Auge des Betrachters.

Und dann sind da noch Erdmännchen, Stachelschwein, Erdwolf, Erdferkel und Löffelhund. Zugegeben, einige kann man auch bei uns im Zoo finden. Die putzigen Erdmännchen ziehen z.B. im Leipziger Zoo Erwachsene und Kinder gleichermaßen in ihren Bann.

Diese Tiere allerdings in der freien Natur zu beobachten, ist eine seltene Erfahrung. Sie gehören zur Gruppe der Shy Five, der überaus scheuen und bis auf das Erdmännchen nachtaktiven Tiere. Es gehört schon eine ganze Portion Ausdauer und Glück dazu, diese Fünft zu beobachten. Sie leben in ihren Bauten unter der Erde und zeigen sich nur selten dem Menschen.

Erdmännchen (Meerkat)

Erdmännchen Tour in Oudtshoorn auf der Buffelsdrift Game Lodge
Erdmännchen Tour in Oudtshoorn auf der Buffelsdrift Game Lodge
  • Ordnung: Raubtiere
  • Familie: Mangusten – Überfamilie: Katzenartige
  • Gattung: Suricata
  • Art: Erdmännchen
  • Kopf-Rumpf: 24,5 cm – 29 cm
  • Gewicht: 620 g – 970 g
  • hellgraues Fell mit unauffälligen Querstreifen
  • sind sehr sozial
  • ernähren sich von Insekten
  • tagaktiv
  • leben in trockenen Regionen Afrikas mit kurzem Gras, Savanne und Halbwüste
  • keine bedrohte Tierart
  • leben in Kolonien von bis zu 30 Tieren.
  • es gibt ein dominantes Weibchen, das für den Nachwuchs zuständig ist und untergeordnete Weibchen, die bei der Aufzucht helfen (Manchmal bekommen die untergeordnete Weibchen Junge, dann versuchen die Muttertiere gegenseitig ihre Jungen umzubringen. Das dominante Weibchen verbannt die Konkurrenz für die kritische Zeit um die Geburt aus der Gemeinschaft. Einige Tage nach der Geburt ist die Gefahr gebannt und die Weibchen mutieren zu Helferinnen bei der Aufzucht der Jungen.)
  • nehmen gerne den fertigen Bau von Erdhörnchen in Besitz und erweitern diesen
  • Name kommt von der Sitte, wie Menschen auf zwei Beinen zu stehen, um die Umgebung zu beobachten
  • in Südafrika sind sie nicht gerne gesehen, da sie häufig Farmland zerstören
  • Erdmännchen können Tollwut übertragen

Wo kann man Erdmännchen beobachten?

einer der schönsten Bergpässe Südafrikas
Oudtshoorn

Oudtshoorn befindet sich in der Klein Karoo Halbwüste in der Provinz Western Cape unweit der Garden Route. Am Fuße der Swartberg Mountains bietet die Region…

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Oryxantilope im Nxai Pan Nationalpark
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Wenn das Ende der Welt einen Namen hätte, dann wäre es das Central Kalahari Game Reserve. Hier lernen Sie die wirkliche Bedeutung der Wӧrter „abgeschieden“,…

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Südafrika – Oudtshoorn (z.B. Buffelsdrift Game Lodge)
Botswana – Salt Pans (z.B. Jack’s Camp) und Kalahari-Wüste
Namibia, Angola, Lesotho

Im Film „König der Löwen“ der Disney Studios spielt das Erdmännchen Timon eine wichtige Nebenrolle. In der Fernsehserie „Timon und Pumbaa“ taucht wieder das Erdmännchen Timon auf, Pumbaa ist ein dickes Warzenschwein, das zu den Ugly Five Afrikas gehört.

Erdmännchen in Südafrika

Das Erdmännchen-Who-is-Who

Afrikas Tierwelt

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Antworten zu Erdmännchen Fragen

Stachelschwein (Porcupine)

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  • Ordnung: Nagetiere – Teilordnung Hystricidae
  • Familie: Stachelschwein
  • Gattung: Suricata
  • Art: Unterklasse: Höhere Säugetiere
  • gewöhnliches Stachelschwein mit 11 Unterarten
  • Körperlänge: max. 1 m – kleinste Art: 50 cm (Pinselstachler / Quastenstachler)
  • Gewicht: 10 kg – 24 kg – kleinste Art: 1,5 kg
  • Stacheln auf dem Rücken und am Schwanz, ursprünglich Haare; Stacheln werden auch zur Abwehr von Feinden eingesetzt
  • nachtaktiv
  • Pflanzenfresser (Wurzeln, Knollen, Früchte, Kräuter, Mais)
  • Stachelschweine leben monogam mit dem Partner in einer gemeinsamen Familie
  • leben im Flachland und in Bergregionen bis 3500m sowie in küstennahem Gebüsch, mediterranen Dünen, warme und kalte Savannen, trockene Halbwüsten, Wald- und Regenwaldgebiete
  • keine bedrohte Tierart; gelten nur in einigen Gebieten Afrikas als bedroht, da Arten bejagt werden und ihr Lebensraum rückläufig ist
  • bei Gefahr stampft das Stachelschwein mit den Füßen und klappert mit den Stacheln; hilft das nicht, greift es an und nutzt die Stacheln als Waffen

Stachelschweine können große landwirtschaftliche Schäden anrichten. Sie schädigen Bäume durch Abschälen der Rinde und verhindern das Wachstum der Pflanzen. Trotz ihrer Stacheln haben auch Stachelschweine Fressfeinde wie Löwe, Leopard, Hyäne oder Wildhund, Wolf und Schakal. Stachelschweine dienen als Fleischlieferant. Dieses bushmeat ist sehr beliebt. Die Jagd ist je nach Häufigkeit der Tiere legal oder illegal. Für das Fleisch wird auf den Märkten viel bezahlt. In Kamerun, Nigeria, Gabun und Kongo ist es das am häufigsten angebotene Fleisch. In West- und Zentralafrika ist der Afrikanische Quastenstachler das am häufigsten gejagte Stachelschwein. Ihre Stacheln werden in der afrikanischen Medizin eingesetzt, um Wunden nach Schlangenbissen zu öffnen, zur Behandlung von Bauchschmerzen und als Bestandteil von Fetischbeuteln, die Unglück abwehren sollen. Nach der Opferung eines Stachelschweins sollen seine Gedärme Hexen anrufen.

Wo kann man Stachelschweine beobachten?

Südafrika Ranger mit Elefant auf Safari
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Elefant im Chobe River
Chobe Nationalpark

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Afrika unterhalb der Sahara bis Uganda im Norden und Teile von Ruanda bis zur Kap-Provinz in Südafrika.

Kruger Nationalpark, Tswalu Kalahari Game Reserve und Serengeti National Park

Erdwolf (Aardwolf)

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  • Ordnung: Raubtiere
  • Familie: Hyänen – Überfamilie: Katzenartige
  • Gattung: Proteles
  • Art: Erdwolf
  • Schulterhöhe: 45 cm – 50 cm
  • Kopf-Rumpf: 55 cm – 80 cm
  • Kleinste Hyänenart mit 8-14 kg
  • nachtaktiv
  • gelbgraues Fell, an den Seiten und im Nacken mit Streifen oder Flecken hellgraues Fell mit unauffälligen Querstreifen
  • Erdwölfe sehen aus wie Mini-Hyänen
  • leben in Paaren zusammen, die aber außerhalb der Paarungszeit nichts miteinander zu tun haben
  • Nachwuchs stammt häufig nicht vom Partner
  • ernähren sich von Termiten; fressen pro Nacht etwa 300.000 Stück, das entspricht 1-2 kg.
  • leben in trockenen Regionen im südlichen und östlichen Afrika
  • keine bedrohte Tierart
  • Fressfeind: Schabrackenschakal
  • werden sie angegriffen, sträuben sich die Nackenhaare und die Tiere brüllen laut
  • kaum Nahrungskonkurrenten, da die Termitenart Trinervitemes von anderen Tieren gemieden wird

Der Löffelhund (s. weiter unten), der im selben Lebensraum vorkommt, frisst auch Termiten, allerdings eine andere Art. Der Erdwolf folgt dem Erdferkel, das besser an die Termitenjagd angepasst ist. Es kann die Termitenbauten aufbrechen, was im Winter von Vorteil ist. Nachdem sich das Erdferkel sattgegessen hat, frisst der Erdwolf das, was das Erdferkel übrig gelassen hat. Manche afrikanischen Stämme jagen Erdwölfe wegen des Fleisches und benutzen die Körperteile für medizinische Zwecke. Größter Feind des Erdwolfs sind Insektizide zur Termitenvernichtung.

Wo kann man Erdwölfe beobachten?

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Erdwölfe gibt es in Südafrika seit einer Million Jahre wie Funde bezeugen.
Botswana, Karoo-Region in Süd-Afrika und der nördlichen Cape-Region

Erdferkel (Aardvark)

Erdferkel springt glücklich umher
  • Ordnung: Röhrenzähner (Tubulidentata) – Überordnung: Afrotheria
  • Familie: Orycteropodidae
  • Gattung: Orycteropus
  • Art: Erdferkel (Loxodonta africana)
  • Verbreitungsgebiet: subsaharisches Afrika
  • Unterschiede zwischen Wald- und Offlandbewohnern. Erdferkel aus Wäldern haben einen größeren Körperbau, längeren Schwanz, kleinere Ohren, längere Krallen und kürzere Haare
  • Mischung aus Hase, Ferkel und Känguru
  • nachtaktiv
  • Nahrung: Ameisen und Termiten (gelegentlich auch Blatthornkäfer, Grashüpfer, Fettmäuse, Früchte und Samen)
  • Kopf-Rumpf-Länge: 94 bis 142 cm
  • Schulterhöhe: 60 bis 65 cm
  • Schwanzlänge: 44 bis 63 cm
  • Gewicht: 40 bis 65 kg
  • Haarlänge: 1,8 cm (spärliche Behaarung, teils kahle Stellen)
  • Ohrenlänge: bis zu 21 cm
  • Zungenlänge: bis zu 30 cm
  • Farbe: grau-braune Grundfärbung
  • Durchschnittsgeschwindigkeit: 0,7 km/h im Zickzack
  • Erdferkel vergraben ihren Kot etwa 10 cm tief, zur eigenen Orientierung (Erdferkel sehen sehr schlecht, mithilfe des Geruchssinns können sie sich orientieren) und zur Kommunikation mit anderen Erdferkeln
  • Informationen über die Fortpflanzung der Erdferkel gibt es kaum
  • Geburtszeitraum: etwa Mai bis August
  • Paarungszeit: etwa Oktober bis November
  • Tragzeit: etwa 8 Monate (pro Wurf ein Junges, selten zwei)
  • Gewicht des Neugeborenen: etwa 1,6 kg
  • Die ersten Tage verbringt das Junge in einer extra dafür vorgesehenen Nestkammer in der Erdhöhle (die Aufzucht erledigt ausschließlich das Muttertier)
  • Lebensdauer: 30 Jahre (in menschlicher Gefangenschaft, freilebend: unbekannt)
  • Fressfeinde: Löwen, Leoparden, Hyänen, Wildhunde, Pythons. Erdferkel retten sich in den nächsten Bau und sind schwer zu finden, da sie sich im Erdreich vergraben.

Erdferkel ernähren sich von Termiten und Ameisen. Sie halten Termitenpopulationen in Schach: allerdings gibt es ohne Termiten und Ameisen auch keine Erdferkel mehr.  Erdferkel gehen Zweckgemeinschaften ein, z.B. mit dem Erdwolf (s. oben) oder einigen Vogelarten. Löffelhund, Warzenschwein, Schabrackenhyäne nutzen den verlassenen Bau der Erdferkel, die viel besser graben können als die anderen Tiere. Das Fleisch schmeckt ähnlich wie Schwein, deshalb wird es gerne gejagt oder in der Medizin verwendet. Krallen, Zähne und Borsten gelten als Glücksbringer. Einbrechende Baue bilden eine Gefahr für die Landwirtschaft, da Maschinen beschädigt werden oder Nutztiere sich verletzen können. Erdferkel kann man auch bei uns in Nachttierhäusern im Zoo beobachten, beispielsweise in Berlin, Frankfurt/Main und Saarbrücken.

Wo kann man Erdferkel beobachten?

Karoo in Südafrika, Samara Private Game Reserve, Tswalu Kalahari Game Reserve in der Kalahari Wüste

Löffelhund (Bat-Eared Fox)

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  • Ordnung: Raubtiere
  • Familie: Hunde – Überfamilie: Hundeartige
  • Gattung: Otocyon
  • Art: Löffelhund
  • Gestalt: fuchsartig
  • Ohren sind das auffälligste Merkmal, ca. 13 cm lang
  • Kopf-Rumpf: 46 cm – 66 cm
  • Schulterhöhe: 30-40 cm
  • Gewicht: 3,0 kg – 5,3 kg – Weibchen sind etwas größer und schwerer
  • leben monogam
  • tag- und nachtaktiv, abhängig von den Aktivitäten der Termiten
  • keine bedrohte Tierart
  • Lebensraum: halbtrockene Gebiete, Savanne mit niedrigem Gras im südlichen und östlichen Afrika; ähnlich wie beim Erdwolf gibt es beim Löffelhund auch zwei getrennte Verbreitungsgebiete im Norden und Südosten Afrikas
  • Fressfeinde: Löwe, Gepard, Wildhund, Tüpfelhyäne, Adler, Python, Schabrackenhyäne
  • aufgrund der Fellfärbung können sie sich perfekt der Umgebung anpassen und sind somit ganz schwer zu entdecken

Der Löffelhund kann mit dem Kapfuchs verwechselt werden, der aber kleinere Ohren und einen buschigeren Schwanz hat. Dieser kommt in Savannen, Buschland, Wüstenränder und Halbwüsten vor, teilweise auch bis in Höhen von 1500m. Man findet ihn in Südafrika, Botswana, Namibia, Lesotho und Angola. Kapfüchse stehen in Nahrungskonkurrenz mit Erdwolf, Schabrackenschakal und Löffelhund. Löffelhunde zeigen einige hundetypische Verhaltensweisen wie Unterwerfungsgesten oder das Aufrichten der Körperhaare beim Erkennen eines Feindes. Sie markieren keine Reviere und tolerieren andere Rudel in ihrer Umgebung. Sie leben in Familienverbänden im Rudel bestehend aus einem Paar mit Jungtieren. Männliche Nachkommen verlassen schnell die Familie, Weibchen bleiben mehrere Jahre. Sind die Jungen ausgewachsen, wird ein neuer Lebensraum gesucht. Die Tiere sind nützlich und beliebt, da sie Termiten vertilgen, In Botswana jagt man sie wegen des Fells, in Südafrika werden sie als Haustiere gehalten. Der Name kommt von den großen Ohren, mit denen sie die Bewegungen von Insekten hören und ihre Temperatur regeln. In anderen Sprachen werden sie mit Fledermäusen verglichen, z.B. im Englischen bat-eared fox.

Wo kann man Löffelhunde beobachten?

Südafrika Ranger mit Elefant auf Safari
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Kruger National Park in Südafrika, Etosha National Park in Namibia und Tansania, Südafrika, Namibia, Botswana, Simbabwe, Lesotho, Swasiland und Staaten im äußersten Süden – Äthiopien, Eritrea, Somalia

Löffelhunde gibt es auch in Zoos.

Safaris zu den Shy Five

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Alexa ist als Ägyptologin von Afrika fasziniert. Der Kontinent der geographischen Superlative, der multikulturellen Gesellschaften und wechselvollen Geschichte hat es ihr besonders angetan. Im Mittelpunkt ihrer Recherchen über das südliche Afrika zwischen Kolonialismus und Unabhängigkeit steht das tägliche Bemühen der Menschen um soziale Gerechtigkeit, respektvoller Umgang mit der Natur, Frieden und Eigenständigkeit.

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