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Klima & Wetter

Wann ist die beste Reisezeit für Namibia?

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Die Jahreszeiten sind auf der Südhalbkugel entgegengesetzt zu den unseren (im namibischen Winter ist bei uns Sommer)!

Das Klima in Namibia lässt sich weitgehend als heiß und trocken beschreiben, allerdings zweifellos mit regionalen Unterschieden. Da es vom Halbwüstenklima bestimmt wird, ist es im Sommer tagsüber sehr heiß und im Winter nachts ziemlich kalt. Im Jahresdurchschnitt werden knapp 310 Sonnentage erreicht, wodurch Namibia aus klimatischer Sicht ganzjährig gut bereist werden kann.

Als beste Reisezeit sind dennoch die Monate April bis Oktober zu empfehlen. In der Trockenzeit wird es nicht zu heiß und es regnet nicht, was vor allem die Safaris zu einem unvergesslichen Erlebnis werden lässt. Während dieser Zeit liegen die Temperaturen tagsüber bei mind. 25° Celsius bei strahlend blauem Himmel, in der Nacht fallen die Temperaturen jedoch vor allem von Mai bis August stark ab und es kann teilweise bis zu 0° kalt werden. Da Namibia auch nicht unbedingt das klassische Land für einen Badeurlaub am Meer (Wassertemp. max. 17°C) ist, sind vor allem die Wintermonate für einen Urlaub geeignet. Die meisten Aktivitäten wie Pirschfahrten, Geländewagenfahrten, Wanderungen etc. sind dann ohne Einschränkungen möglich. Erst in der Regenzeit von Dezember bis März werden dann wegen der hohen Temperaturen die Safaris meist nur in den frühen Morgenstunden und den Nachmittagsstunden durchgeführt. Durch den Regen verteilen sich zudem die Tiere sehr weitläufig und sind sehr schwer zu finden.

Klimatabelle für Namibia

MonatWindhoekSossusvleiCaprivi
Januar2423,525,5
Februar22,52325
März21,52124,5
April2019,523
Mai16,51618,5
Juni141415,5
Juli13,51316
August161619
September20,519,523
Oktober222227
November24,523,526,5
Dezember25,524,525,5

Der Zeitraum von November bis März (Sommermonate) sollte wegen der extrem heißen Temperaturen eher gemieden werden. Besonders Safaris im Etosha-Nationalpark erweisen sich dann als sehr anstrengend und unangenehm. Es ist die Zeit, in der im nördlichen Drittel Namibias inkl. Etosha Nationalpark, Regenzeit mit wenigen aber heftigen Schauern herrscht. Selbst die Namibier reisen dann gern zu den kühleren Küstenorten, besonders nach Swakopmund. Hier muss man zwar mit häufigem Seenebel rechnen, aber der löst sich meist um die Mittagszeit auf.

Auch Windhoek ist im Sommer, bedingt durch seine Höhenlage (1650 m), einigermaßen gut zu ertragen.

Klimadiagramme für Windhoek

Die Namib Wüste sollte man ebenfalls im Sommer meiden, denn die Temperaturen klettern nicht selten über die 40 Grad Marke.

In den trockenen Wintermonaten (Juni bis August) lässt sich das Wüstenland Namibia gut bereisen. Die Temperaturen sinken am Tage selten unter 20 Grad. Im Binnenhochland und der Namib Wüste kann es allerdings zu Nachtfrösten kommen. Dies ist auch die beste Zeit um wild lebende Tiere zu beobachten. Da es in den Nationalparks dann kaum Wasser gibt, versammeln sich die Wildtiere an den wenigen Wasserstellen und lassen sich einfach beobachten. Für viele Reisende, denen die kalten Nachttemperaturen nichts ausmachen, sind die Monate Juni bis August die ideale Reisezeit, unter anderem bedingt durch die Schulferien.

Unser Tipp! Sollten Sie in dieser Zeit eine Namibia Reise planen, buchen Sie mindestens 1 Jahr im Voraus, denn in der Hochsaison sind die Unterbringungsmöglichkeiten schnell ausgebucht. Vor allem die wenigen Familienzimmer pro Unterkunft sind lange im Voraus voll.

Das Klima in Namibia weist große Unterschiede zwischen den einzelnen Landesteilen auf:

Durchschnittstemperatur in °CGegend
20,8Grootfontein (Nord)
23,2Ondangwa (Nord)
22,3Rundu (Nord)
20,1Windhoek (Zentral)
20,1Gobabis (Ost)
15,3Swakopmund (Küste)
20,7Keetmanshoop (Süd)

Die Namib Wüste bestimmt im Prinzip das gesamte Klima im Westen Namibias. Niederschläge sind hier eher selten und ganzjährig weht ein kräftiger warmer Wind. Im Sommer (ca. Dezember bis März) herrscht in dieser Region ein absolut extremes Klima: Die Temperaturen steigen nicht selten bis auf 40°C und selbst in den Wintermonaten können hier Temperaturen von rund 25°C erreicht werden. Die wilden Tiere des Landes versammeln sich oftmals um die wenigen Wasserstellen.

Für Namibia Urlauber ist der südliche Wendekreis (Tropic of Capricorn) eine beliebte Sehenswürdigkeit und Fotomotiv.

Schild: Tropic of Capricorn in der Namib

Damit kein Namib-Besucher den südlichen Wendekreis verpasst

Die Sambesi Region (ehemals Caprivi-Streifen) ist wohl die einzige Region Namibias, die von regelmäßigen Niederschlägen geprägt ist. Hier herrscht ein wechselvolles Tropenklima mit einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit. Dies hat zur Folge, dass hier ein ausgedehntes Flusssystem und ein dicht bewachsener Urwald existiert. Der Nordosten Namibias ist die einzige Region, in der Ackerbau überhaupt möglich ist.

Der Benguelastrom an der Atlantikküste kühlt den vorherrschenden Wind stark ab, was regelmäßig dichten Nebel in Bodennähe zur Folge hat. Die Temperaturen an der Atlantikküste sind im Sommer angenehm kühl und in den Wintermonaten mitunter auch tagsüber empfindlich kalt. Die Wassertemperatur erreicht selten mehr als 17 °C. Während der heißen Sommermonate werden jedoch die kühleren Orte der Küstenregion gerne von den Einheimischen als Urlaubsort aufgesucht.

Der größte Teil Namibias liegt klimatisch im sogenannten tropischen Sommerregengebiet, wodurch in der Zeit zwischen den Monaten November bis März zum Teil mit unregelmäßigen aber durchaus heftigen Gewitterregenfällen zu rechnen ist; der äußerste Süden an der Grenze zu Südafrika dagegen liegt im Winterregengebiet, so dass – wenn überhaupt – Regenfälle vor allem in den Monaten Juni und Juli auftreten. Die bis dahin ausgetrockneten Flussläufe verwandeln sich dann in reißende Ströme und viele ausgedörrte Gebiete ergrünen bei diesem Wetter in nur kurzer Zeit.

Kurze Übersicht zu den einzelnen Monaten:

Dezember/Januar/Februar

In diesen Monaten ist es im gesamten Land sehr heiß, es herrscht Hauptregenzeit (meist kurze, heftige Regenschauer), dichte Vegetation uns schwierige Tierbeobachtungsmöglichkeiten.

März/April/Mai

Die Temperaturen kühlen langsam ab, es sind noch Regenschauer möglich, gute Reisezeit!

Juni/Juli/August/September

In diesen Monaten herrscht Trockenzeit, tagsüber ist es sonnig und nachts kalt, gute Zeit für Tierbeobachtungen, da die Vegetation spärlich ist und Wildtiere sich an Wasserstellen sammeln

Oktober/November

Hier herrscht die sogenannte „kleine Regenzeit“ es ist warm bis heiß

Unsere Kleidungstipps

Wichtig zu wissen ist, dass das Klima Namibias sehr unterschiedlich sein kann. Sollten Sie im namibischen Sommer reisen wollen, wäre Baumwollkleidung zu empfehlen, denn Baumwolle ist ein leichter und schön luftdurchlässiger Stoff. Allerdings sollten Sie lange Ärmel und eine lange Hose tragen, denn somit können Sie sich auch vor Insekten und der starken Sonne schützen.

In den Wintermonaten (Juni und Juli) kann es, wie oben beschrieben, ziemlich kalt werden. Daher empfehlen wir Ihnen warme Kleidung mitzunehmen, wenn Sie in diesem Zeitraum nach Namibia reisen. Ein warme Hose und auch ein dicker Pulli sollten kein überflüssiger Luxus sein. Natürlich sollten Sie auch in diesen Monaten Ihre Sonnenbrille nicht vergessen, denn trotz der niedrigen Temperaturen scheint die Sonne so gut wie immer.

Besonders für Wanderung und Safaris durch den Busch, sollten Sie eine strapazierfähige Hose und gutes Schuhwerk mitnehmen, um sich vor Insekten, aber auch vor scharfen Dornen und Ästen zu schützen.

Nicht zu vergessen – Ihre Badesachen! Eventuell Abgehärtete springen in den Atlantischen Ozean, aber selbst für die nicht so resistenten Reisenden gibt es in den verschiedenen Unterkünften einen Swimming-Pool, der Ihnen eine angenehme Erfrischung bietet.

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Daniel

Nach einem Praktikum in der Tourismusbranche in Kapstadt und einer Rundreise durch Namibia und Botswana bis hin zu den imposanten Victoria Fällen entdeckte er sein Herz für das südliche Afrika und die Leidenschaft für Land und Leute packte ihn. So gründete er bereits während des Studiums Madiba.de und schrieb seine Diplomarbeit über den Reisemarkt Südafrika. Seither unternimmt er 2-3 Reisen jährlich ins südliche Afrika und besucht jedes Jahr in Durban die größte Reisemesse Afrikas, um sich über die neuesten Entwicklungen auf dem afrikanischen Reisemarkt zu informieren. Auszüge aus seiner bisherigen Reiseliste lassen die Herzen von Afrikaliebhabern höher schlagen: Garden Route - Wild Coast - KwaZulu-Natal - Swaziland - Krüger Park - Panoramaroute - Madikwe - Sossusvlei - Fish River Canyon - Etosha National Park - Kalahari - Okavango Delta - Chobe National Park uvm... Somit bringt er ausreichend persönlichen Erfahrungen, auch über die einzelnen Unterkünfte, in das Unternehmen, um Ihnen eine wunderschöne Reise nach Südafrika, Namibia, Botswana, Sambia oder Mosambik fern ab vom Massentourismus zu gestalten.

    3 Comments

    1. Dira

      16. Mai 2012 at 11:05

      Mir wurde immer empfohlen Anfang des Jahres, also so gegen März/ April in die südlichen Regionen Afrikas zu reisen, wenn ich Tiere, also vor allem die Big5 sehen möchte. Das wundert mich jetzt, da muss ich mich wohl nochmal umfassend informieren.
      Aber sehr guter und informativer Artikel 🙂

    2. Pingback: Südliches Afrika Reiseempfehlungen für Südafrika, Botswana, Namibia › African Inspiration Magazin

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