Ad Header Madiba.de
Restaurants

Starbucks goes South Africa

By  | 

Die Starbucks Coffee Company ist der führende Kaffeeröster und Händler von Arabica-Kaffee in der Welt. 1971 in Seattle, USA, gegründet, existieren heute weltweit über 24.000 Läden in über 70 Ländern. Jetzt will der Konzern den südafrikanischen Markt erobern und eröffnete gleich zwei Coffee Stores in Johannesburg. Starbucks bezieht den Kaffee von Farmen im südlichen Afrika, arbeitet eng zusammen mit Betrieben in Äthiopien, Ruanda und Tansania. Seit 2000 kauft das Unternehmen Fairtrade-Kaffee, hilft somit kleinen Farmern und schützt die Umwelt.

Starbucks im gehobenen Stadtviertel Rosebank

Man will sich unter den vielen Fast Food Ketten – die größte ist KFC mit landesweit 771 Läden – behaupten. In nahezu allen Einkaufszentren in Johannesburg gibt es Coffee Shops, ebenso in den Vorstätten. Allerdings trinkt man in Südafrika weniger siruphaltige Kaffeespezialitäten als anderswo in der Welt. Hier sieht Starbucks seine Chance, im harten Konkurrenzkampf mitmischen zu können und eröffnete die erste Filiale im gehobenen Stadtteil Rosebank, Johannesburg. Weitere Filialen sollen bald folgen. Am 21. April 2016, dem Eröffnungstag, bildeten sich meterlange Schlangen. Viele Neugierige harrten Stunden aus, um eines der begehrten koffeinhaltigen Heißgetränke zu erstehen. “The flavours are something we’re not that used to here, and could be their selling point,” so Katy Meurs, eine der geduldig wartenden Kundinnen des ersten Tages.

Die Aromen sind etwas, was wir hier nicht gewohnt sind und könnte ein Verkaufsargument darstellen.

Der Laden ist günstig gelegen, direkt an der Haltestelle des Gautrain, des regionalen Eisenbahnnetzes. Eigentlich ist es nicht wirklich die erste Filiale. In Linbro Park, Sandton, Distrikt City of Johannesburg, gibt es seit März einen Starbucks Training Store. Hier werden die südafrikanischen Baristas nach ihrer dreimonatigen Ausbildung in Großbritannien auf ihren Einsatz in den örtlichen Filialen vorbereitet. Der Ausbildungsladen ist nicht so eindrucksvoll ausgestattet wie der Coffee Store in Rosebank mit seinen 485 m². Hier wird man auf das vorbereitet, was einem in den Malls zu den Hauptgeschäftszeiten erwartet. Der Kunde verlangt nach schneller und freundlicher Bedienung nach internationalem Standart, ganz egal wie voll der Laden und wie stressig der Job ist

Bild aus der Filiale (c) afkinsider.com

Blick in die Filiale in Rosebank: (c) afkinsider.com

Starbucks und TASTE Holdings – ein südafrikanischer Partner, der den Markt kennt

2015 holte Starbucks die TASTE Holdings, ein Unternehmen aus Südafrika, mit ins Boot. Taste Holdings ist Eigentümerin und Lizenzgebern eines Portfolio von Konzessionsbetrieben und Warenketten, ein Brand Fastfood Franchise Unternehmen, das sich sowohl an den Bedürfnissen von Verbrauchern mit niedrigem Einkommen (The Fish & Chip Co and Zebro’s Chicken) als auch an Konsumenten der mittleren bis gehoberen Gehaltsklasse orientiert (Domino’s Pizza, Scooters Pizza, St Elmo’s and Maxi’s).
Unter letzteren sieht sich Starbucks, das in Südafrika, ebenso wie Domino’s Pizza, kein lokales sub-franchise-Unternehmen ist, sondern direkt der TASTE Holdings unterstellt, so AFK Insider vom 25.4.2016.

2015 gab es 23.043 Starbucks weltweit

Die Anzahl an Starbucks Kaffeläden soll weiter steigen.

TASTE plant in den nächsten zwei Jahren in 15 weitere Coffee Stores in SA zu investieren. Zunächst in den Zentren der Provinz Gauteng, Johannesburg und Pretoria, später sollen weitere Filialen im ganzen Land folgen – 150 sollen es mal werden. Carlo Gonzaga, Gründer und Vorstandsvorsitzender (CEO) von TASTE möchte in diesem Jahr bis zu fünf weitere Filialen eröffnen. Die Gruppe ist in Afrika nur mit wenigen Stores vertreten, so in Kairo, Ägypten, und Casablanca, Marokko.

Essen und Trionken Starbucks Südafrika

Auch in Johannesburg kann bei Starbucks gegessen werden

Am 28. April 2016 wurde die Mall of Afrika in Midbrand, ebenfalls Distrikt City of Johannesburg, eröffnet, ein gigantisches 131.000 m² großes Einkaufszentrum. Hier gibt es schon den nächsten Starbucks Coffee Store mit 289 m2.
Starbuck South Africa: “Many of the fast food chains didn‘t sell espresso based drinks previously ….. We‘ve made sure our pricing makes the brand accessible and we think we will get a range of customers including low income consumers who engage less frequently with the brand. We want to make coffee accessible.”

Viele der Fast Food Ketten haben bislang keine Getränke auf der Grundlage von Espresso verkauft. …. Wir haben sichergestellt, dass unsere Kalkulation das Produkt näher bringt und wir glauben, dass wir eine Bandbreite von Kunden erreichen, einschließlich der Verbraucher mit niedrigem Einkommen, die weniger häufig Markenprodukte in Anspruch nehmen. Wir wollen Kaffee erschwinglich machen.

Aktuelle News auf der Starbucks-Webseite: https://news.starbucks.com/

Changing Lines gibt jungen Menschen Hoffnung

Starbucks setzt auf junge Menschen zwischen 17 und 25 Jahre, für die sie Ausbildungsplätze schaffen, um sie auf dem Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu machen. “Young people are the key to our success. The majority of our workforce is aged between 17 and 25, so talented youth has always been a priority and we will equip our new partners with the skills necessary to succeed in today’s economy“, so Kris Engskov, ehemaliger Präsident von Starbucks Europe, Middle East and Africa., QSR Magazin, 14.07.2015.

Junge Menschen sind der Schlüssel zu unseren Erfolg. Die Mehrheit unserer Arbeitskräfte ist zwischen 17 und 25 Jahre alt, so ein Nachwuchs steht immer an vorderer Stelle und wir werden unsere neuen Partner (A.d.R. Angestellte) mit den Fähigkeiten ausstatten, die man braucht, um in der heutigen Wirtschaft erfolgreich zu sein.

Durch das TASTE’s five-day „Changing Lanes Life Skills and Job Readiness programme“ soll es jungen arbeitslosen Menschen ermöglicht werden, in die Tätigkeit einer Fast Food Kette hinein zu schnuppern. Das Trainingsprogramm setzt sich aus verschiedenen Praxis-Modulen zusammen. Bewerber können so ihre Fähigkeiten unter Beweis stellen und prüfen, ob diese Art der Arbeit für sie geeignet ist. Einer von ihnen ist Victor Ntshitshongo. Geboren im Alexandra Township, einem der ärmsten Südafrikas, nutze der 21-Jährige seine Chance, mithilfe von Changing Lines seinen Traumjob zu finden. Jetzt hat er einen Ausbildungsplatz im Linbro Park bei Starbucks. Über 40 Arbeitsplätze wurden bislang geschaffen. In einem Land mit über 55 Millionen Einwohnern – von 38 Millionen Menschen im arbeitsfähigen Alter sind 8 Millionen ohne Arbeit; 22 Millionen Jugendliche verlassen die Schule ohne Schulabschluss – klingt das erst einmal sehr wenig. Es werden aber viele weitere im ganzen Land folgen.

Starbucks gibt sich verbraucherfreundlich

In Südafrika orientiert sich Starbucks an der Konkurrenz, die schon längere Zeit vor Ort ist. Gegen den Vorwurf, Starbucks sei in Südafrika nur ein Laden für die obere Gehaltsschicht, reagiert der Konzern mit relativ niedrigen Preisen. Diese sind im weltweiten Vergleich eher günstig, da man versucht, die Lebenssituation vieler Südafrikaner zu berücksichtigen.

Getränke von Starbucks

Starbucks ist nicht nur für seien Kaffespezialitäten bekannt

So kostet Filterkaffee oder Espresso tall 17 Rand (1,10 €), mit 38 Rand (2,45 €) ist der Caramel Macchiato venti das teuerste Kaffeegetränk auf der Karte.

In Deutschland, wo es Starbucks seit 2002 gibt, zahlt der Kaffeeliebhaber in 160 Filialen zwischen 1,95 € für einen Filterkaffee tall bis zu 5,35 € für den Frappuccino venti seiner Wahl. In den USA sind das $1,45 (1,31 €) für Espresso solo und $ 4,75 (4,29 €) für den Frappuccino venti. Damit bleibt Starbucks allerdings immer noch etwas teurer als die Konkurrenz innerhalb der QSR (Quick Serving Restaurants).

Chillen in afrikanischem Ambiente mit Rooibos-Tee

Nicht nur die Preise sind je nach Wechselkurs für Touristen hier sehr günstig. Ein Abstecher lohnt sich auf jeden Fall. Außergewöhnlich ist zum einen die Einrichtung. Starbucks beauftragt damit einheimische Handwerker, Künstler und Tischler. Alle Möbel sind liebevoll von Hand gefertigt. Zum anderen kann man hier in Johannesburg einmalig in der Welt einheimische Getränke genießen. Vielleicht ergattert man ja nach einem mehrstündigen Stadtbummel eine der Sitzgelegenheiten im klimatisierten afrikanischen Ambiente und genießt eine erfrischende Rooibos-Spezialität, um neue Kräfte zu sammeln. Mit dem Verkauf von Rooibos-Tee, dem südafrikanischen Nationalgetränk, will Starbucks besser auf die Vorlieben der Kunden eingehen. Eine neue Geschäftsidee, um auf dem Markt besser Fuß fassen zu können.
Wer hungrig ist, kann z. B. Sandwiches mit Huhn und Avocado bestellen oder sich mit diversen Kuchen und Backwaren stärken.

Starbucks in Südafrika

Selbstverständlich kommen auch die Sammler nicht zu kurz. Wie wäre es mit einer Städtetasse mit der Silhouette von Johannesburg als Souvenir?

Starbucks Sammeltassen

Ob hier bald eine neue Tasse ergänzt wird?

Gibt’s übrigens in jedem Starbucks Coffee Store – jeweils von der Stadt, in der sich der Store befindet -weltweit.
Noch Lust auf was Süßes auf dem Heimweg? Kein Problem! Dunkin’ Donuts hat gerade erst ganz in der Nähe seine erste Filiale eröffnet!

Hat dir dieser Artikel gefallen?
Ad Header Madiba.de
Alexa

Alexa ist als Ägyptologin von Afrika fasziniert. Der Kontinent der geographischen Superlative, der multikulturellen Gesellschaften und wechselvollen Geschichte hat es ihr besonders angetan. Im Mittelpunkt ihrer Recherchen über das südliche Afrika zwischen Kolonialismus und Unabhängigkeit steht das tägliche Bemühen der Menschen um soziale Gerechtigkeit, respektvoller Umgang mit der Natur, Frieden und Eigenständigkeit.

    Wir freuen uns über deine Meinung!

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.