2 Okt 2010
Wann ist die beste Reisezeit für Südafrika?

Südafrika ist für seinen endlosen Sonnenschein berühmt. Ein subtropischer Standort, vom Ozean von drei Seiten des Landes und der Höhe des inneren Plateaus gestaltet, sind für die warmen Bedingungen und Temperaturen von Südafrika verantwortlich, die so typisch für das Land sind und es so beliebt machen.
Südafrika ist ein relativ trockenes Land, mit einer jährlichen Niederschlagsdurchschnittsmenge von etwa 464mm (Weltdurchschnitt = 860mm). Während das West-Kap im Winter dem meisten Regen ausgesetzt ist, ist der Rest des Landes im Großen und Ganzen ein Sommerregen-Gebiet. Die Temperaturen in Südafrika sind ganzjährig relativ hoch. Jedoch ist zu sagen, dass sie in der Gegend um Punda Maria während des ganzen Jahres kaum unter 20°C fallen und im Gegensatz kann man vor allem in Johannesburg während der Wintermonate mit kälteren Temperaturen bis zu 10°C rechnen.
Aufgrund der höheren Erhebung über dem Meeresspiegel tendieren die Temperaturen in Südafrika gleichzeitig dazu, hauptsächlich niedriger zu sein als in anderen Ländern auf ähnlichen Breitengraden (wie z.B. Australien), was das Klima besonders für Mitteleuropäer ausgesprochen angenehm macht.
Die einzelnen Monate in Südafrika
Frühling
Es gibt keinen Ort in Südafrika an dem der Frühling (August bis Mitte Oktober) so spektakulär ist wie in den Provinzen des Kaps. Der trübe Winter wird hier absolut vergessen, wenn tausend kleine, sonst unscheinbare Pflanzen die Ebenen mit einem schillernden Blumenteppich bedecken. Eine alljährliche Wallfahrt, zur Sichtung der Blumen vom Namaqualand am West- und Nord-Kap gehört für viele Südafrikaner zur Normalität.
Sommer
Der Sommer ist in den meisten Teilen Südafrikas (Mitte Oktober bis Mitte Februar) von ziemlich heißem, sonnigem Wetter mit häufigen Nachmittagsgewittern gestaltet, die dann wieder schnell aufklaren und einen warmen, erdigen, deutlich afrikanischen Geruch in der Luft hinterlassen. Die Ausnahme bildet hier nur das West-Kap mit seinem Mittelmeerklima, denn hier regnet es im Winter.
Herbst
Man kann schon fast sagen, dass der Herbst (Mitte Februar bis April) in Südafrika auf eine Art das beste Wetter bietet. Denn es ist angenehm warm und im ganzen Land fällt kaum Regen. Mit fortschreitender Jahreszeit ändert sich dies und es wird kälter. Besonders herrlich ist der Herbst in Kapstadt, denn hier werden die Menschen mit sonnig heißen Tagen und warmen, laue Nächten, in die vielen Cafés gelockt.
Winter
Durch die höher gelegenen Bereiche des inneren Plateaus ist der Winter (Mai bis Juli) in Südafrika charakterisiert von Trockenheit, sonnig frischen Tagen und ziemlich kalten Nächten. Warme Kleidung mitzubringen ist hier also eine gute Idee. Absolut fantastisches Winterwetter mit sonnigen, leicht wärmeren Tagen und geradezu ohne Wind und Regen bieten wohl die KwaZulu-Natal Küste, wie auch das Lowveld (tiefer liegende Gebiete) der Limpopo und Mpumalanga Provinzen. Der meiste Regen kommt, mit ziemlich vielen bedeckten und regnerischen Tagen, im West-Kap. Allerdings wird diese Zeit immer wieder von wunderbaren Tagen unterbrochen, die sich mit den Besten eines britischen Sommers messen können. Im Gegensatz dazu schneit es im Winter in den hohen Bergen des Kaps und auf dem Drakensberg in KwaZulu Natal.
Das Klima in Südafrika weist große Unterschiede zwischen den einzelnen Regionen auf:
Kapstadt, Garden Route, Eastern Cape
Das Klima an der Garden Route ist maritim. Die Sommer sind gemäßigt und dadurch angenehm warm, die Winter eher mild. Zu den niederschlagsreichsten Gebieten Südafrikas gehört die Garden Route, denn die feuchten Seewinde des Indischen Ozeans regnen sich an den Luv-Seiten der Berghänge ab. Der westliche Teil der Garden Route fällt noch in das Winterregen-Gebiet der westlichen Kap-Region. Je weiter man Richtung Port Elizabeth kommt, desto mehr verlagert sich die Regenzeit in die Sommermonate.
Grundlegend kann man jedoch ganzjährig mit Niederschlägen rechnen. In Kapstadt und Umgebung sowie am Eastern Cape hingegen sind die Niederschläge geringer als an der Garden Route. Wenn es regnet, dann nur kurz und die Niederschläge konzentrieren sich eher auf die Wintermonate (Ausnahme: Eastern Cape, hier fallen Sie ganzjährig, jedoch vorwiegend in den Sommermonaten). Darum sind die Winter feucht und kühl, wobei die Temperaturen kaum unter 10°C sinken.
Bei der Empfehlung zur besten Reisezeit, muss man kleine Unterschiede zwischen den Regionen machen. Für die Garden Route sind wohl die Sommermonate (September bis April) die beste Reisezeit, da die restlichen Monate eher kühl und feucht sind. Jedoch kann man auch im Winter mit ein bisschen Glück ein paar stabile Hochdruck-Wetterlagen mit schönem, trockenen Wetter und milden Temperaturen antreffen. Die Wasser-Temperaturen sind im Winter jedoch eindeutig zu niedrig zum Baden.
Für Kapstadt und Umgebung finden sich zum Thema „beste Reisezeit“ so einige unterschiedliche Informationen, was besonders daran liegt, dass Kapstadt fast ganzjährig gleichbleibend angenehme Klimabedingungen vorweist. Es ist also je nach Interesse entscheidend, welches nun für Sie die optimale Reisezeit ist. Nur von Juni bis August ist es in Kapstadt eher etwas kühler, denn hier schwanken die Tagestemperaturen zwischen 15 – 20°C.
Zur Wassertemperatur für die Badeliebhaber gibt es noch folgendes zu sagen; die Wassertemperaturen des Atlantiks im Westen der Stadt sind meistens ausgesprochen niedrig, was durch die kalte Meeresströmung bedingt ist. Etwas wärmeres Wasser finden Sie auf der östlichen Seite der Stadt, wo sich bereits der Einfluss des Indischen Ozeans bemerkbar macht. Daher gibt es hier auch, unschwer zu erkennen, die dichter bevölkerten Strände und Badeorte.
Sein eigenes, besonderes Wetterproblem hat Kapstadt sowie die Kap Halbinsel wegen dem oft stürmischen Wind, mit dem vor allem von Dezember bis Januar zu rechnen ist. Hiervon sind besonders die nördlichen Stadtteile betroffen. Durch das Tafelbergmassiv wird der Westen eher vor dem leidigen “Southeaster” Wind geschützt.
Das Eastern Cape hingegen ist ganzjährig gut zu bereisen, auch wenn im Sommer mit gelegentlichen Regengüssen zu rechnen ist. In den Sommermonaten sind die Wasser-Temperaturen zum Baden stets angenehm, im Winter dafür etwas zu niedrig.
Johannesburg, Krüger Park, Madikwe
Das Klima in Johannesburg ist aufgrund der Höhenlage von 1753 m über NN das ganze Jahr über gut erträglich. Die Sommer werden tagsüber nie zu heiß und nachts kühlt es angenehm ab. Der Winter wird nachts zwar recht kühl (Minustemperaturen), tagsüber scheint jedoch fast immer die Sonne und lässt die Temperaturen auf ein angenehmes Maß von bis zu 25°C klettern. So kann man sagen, dass die durchschnittliche tägliche Sonnenscheindauer in Johannesburg das ganze Jahr bei über 8 bis 10 Stunden liegt.
Eine Ausnahme ist der August, hier können etwas unangenehme Witterungsverhältnisse auftreten, wenn der starke Wind über das Hochland streicht. Dadurch werden dann lockere Sandschichten der Abraumhalden durch die Luft gewirbelt, und die Stadt ist mit einem gelben Staubschleier bedeckt.
Im Krüger Park und Madikwe Game Reserve können die Temperaturen im Sommer hingegen auf bis zu 40°C steigen, was an der Lage im Lowveld liegt. In den trockenen Wintermonaten (Juni, Juli, August) ist das Klima hier um einiges erträglicher, denn tagsüber ist es dann angenehm mild, und nachts wird es mäßig kalt. Besonders für Tierbeobachtungen, denn die Büsche und Bäume des ausgedehnten Bushvelds sind dann nicht belaubt und ermöglichen dem Betrachter einen freieren Blick auf die artenreiche Tierwelt. So hat jede Saison ihren eigenen Charakter und Reiz. In allen drei Regionen ist allenfalls in den Sommermonaten (Oktober bis März) mit Niederschlägen zu rechnen, so dass dann mit schwül-heißem Wetter gerechnet werden kann. Ansonsten herrscht hier eher das trockene Klima des afrikanischen Binnenhochlands, das auch als “Highveld” bezeichnet wird.
Durban, KwaZulu-Natal
Das Klima in den küstennahen Regionen von KwaZulu-Natal lässt sich als subtropisch bezeichnen. Im Sommer steigen die Temperaturen nicht selten über die 30°C Marke. Da meist eine ziemlich hohe Luftfeuchtigkeit herrscht ist es dann meist zugleich schwül, heiß und drückend. Die Niederschläge fallen überwiegend zwischen Oktober und April und ganz besonders in den Sommermonaten Dezember, Januar und Februar, wo man täglich mit heftigen tropischen Gewittergüssen, gewöhnlich am Nachmittag rechnen kann. Die Provinz KwaZulu-Natal gilt als die Regenreichste Südafrikas. Im Winter ist es mild und die Temperaturen liegen durchschnittlich bei 20°C. Die Wahrscheinlichkeit, dass es regnet ist eher gering. An den Stränden von KwaZulu-Natal kann man das ganze Jahr über im Indischen Ozean baden, wobei wohl zu sagen ist, dass die nördlicheren Strände etwas wärmer sind als die südlicheren.






